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Lokalsport
CRC drückt WM-Startern die Daumen

Krefeld. Rudern: Lisa Schmidla und Jonathan Rommelmann vom Crefelder Ruderclub sind ab kommendem Montag bei den Weltmeisterschaften auf dem Lac d'Aiguebelette am Start. Rommelmann ist Außenseiter, Schmidla Top-Favoritin. Von Sabine Tschäge und Oliver Schaulandt

Am kommenden Montag beginnt auf dem Lac d'Aiguebelette im Département Savoie in der Region Rhône-Alpes in Frankreich die Ruder-Weltmeisterschat. Rund 1300 Athleten aus 77 Ländern legen sich bis zum 6. September dort in die Riemen und bescheren dem Ausrichter ein Rekordmeldeergebnis. Mit dabei sind auch Lisa Schmidla und Jonathan Rommelmann vom Crefelder Ruder-Club.

Während Schmidla die Titelverteidigung aus dem Vorjahr anstrebt, will WM-Debütant Rommelmann in das Finale einziehen und hofft, mit in das Medaillengeschehen eingreifen zu können. Nach einem zweitägigen Zwischenstopp in Krefeld, ging es für die beiden CRC-Akteure mit dem Flieger am Mittwoch nach Lyon/Frankreich und dann weiter mit dem Bus ins zwei Stunden entfernt liegende Aiguebelette.

"Das Wetter ist traumhaft, und wenn es so bleibt, auch die Ruderbedingungen", erzählte Schmidla am Telefon. Doch auch windige Bedingungen sollten den Deutschen Frauendoppelvierer - neben Lisa Schmidla gehören ihm noch Annekatrin Thiele (Leipzig), Marie-Catherine Arnold (Hannover) und Carina Bär (Heilbronn) an - nicht schocken, denn im Trainingslager in Ratzeburg waren die Wasserbedingungen nicht immer gut.

Bei der WM werden neun Boote auf das favorisierte Boot von Schlagfrau Schmidla Jagd machen. Dabei wird es wahrscheinlich wieder zum Kampf gegen die Polinnen, Niederländerinnen und Australierinnen kommen, die sich bei den jüngsten World-Cups als Jäger versuchten. Komplettiert wird das Feld durch Frankreich, Großbritannien, Neuseeland, Russland, USA und den noch Olympiasiegerinnen aus der Ukraine, die bei ihrem diesjährigen Auftritt bei der EM aber nicht überzeugten. Die Silbermedaillen-Gewinnerinnen der vergangenen WM aus China greifen erneut an, nachdem sie nur den ersten World-Cup in Bled/Slowenien mit gefahren sind, dort aber weit hinter ihrer Form ruderten.

"Wir sind zuversichtlich, die beiden Trainingsblöcke am Weißensee und Ratzeburg über jeweils Drei Wochen haben uns geholfen. Das Zusammenspiel klappt immer besser, ich fühle mich gut unterstützt von meinen Teamkolleginnen", sagt Schmidla, die aber auch genau weiß: "In diesem Jahr sind wir die Gejagten, aber die Favoritenrolle nehmen wir gerne an und freuen uns, im Rennen zu zeigen was wir drauf haben."

Während Schmidla den Leistungsdruck des Favoriten auf sich spürt, kann Rommelmann unbefangen an die WM gehen. Für den U23-Weltmeister ist alles, was in Richtung Finale und Medaille geht, die Zugabe zu einer bisher außergewöhnlichen Saison. "Natürlich sind wir die Youngsters im Team, das beflügelt uns, und wir wollen zeigen, was wir uns erarbeitet haben" sagt Schlagmann Rommelmann, der sich nicht davor scheut, im Rennen an seine physischen Grenzen zu gehen. Das werden sie auch müssen, denn auch im leichtgewichtigen Männer-Doppelvierer sind es zehn Boote. Frankreich hat sich ebenfalls den U23-Weltmeister aus dem Einer an Bord geholt und traditionell sind die Boote aus Italien, Großbritannien, Australien und den USA als sehr stark ein zu schätzen. Komplettiert wird das Feld durch Russland, Dänemark, Hong Kong und Ungarn.

Montags um 10:40 Uhr heißt es für Rommelmann dann im Vorlauf zum ersten Mal auf der WM "Attention-Go", 55 Minuten später, um 11:35 Uhr hat dann Schmidla ihren Vorlauf.

Quelle: RP
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