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Meerbusch
Meerbuscher Kunst in Russland und Australien

Meerbusch. Ulrike Holthöfers Werke werden Teil der internationalen Ausstellungsreihe "Geniale Dillettanten"

Die Kunst von Ulrike Holthöfer war schon immer international. Studienreisen führten nach Sizilien, Tunesien, Calabrien und Westafrika. Außerdem wurden Arbeiten der Klaus Rinke-Meisterschülerin bisher unter anderem in Köln, Berlin, Leipzig und Stuttgart ausgestellt. Jetzt beteiligt sich die Künstlerin, die seit 1989 im Atelier Klär-Werk an der Grenze zwischen Lörick und Büderich arbeitet, an der internationalen Ausstellungsreihe "Geniale Dilettanten".

Diese vom Goethe-Institut initiierte "bisher umfangreichste Präsentation der deutschen Subkultur der 1980er Jahre" macht in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Minsk (23. April bis 15. Mai), im Kunstmuseum Nowosibirsk (25. Mai bis 12. Juni), im Haus der Kunst München (25. Juni bis 11. Oktober) und in der RMIT Gallery Melbourne (15. November bis 28. Februar 2016) Station.

"Ich freue mich, dass ich deutsche Kunst im Ausland vertreten darf", sagt Ulrike Holthöfer. Sie zeigt sechs Werke, die in Zusammenarbeit mit Axel Rufus entstanden sind. Zu diesen auf "wackelige Beine" gestellten "experimentellen Möbeln" gehört der "Blaue Sessel", ein Sessel vom Sperrmüll, der mit Waschanlagen-Haaren benäht wurde. Er befindet sich im Besitz der Sammlung des Museums Kunstpalast Düsseldorf. Auch die Möbel-Unikate "Kellerfensterschrank" und das "Querregal" - beide von der Sammlung der Moderne der Pinakothek München erworben - gehören dazu.

Das ebenfalls zu sehende "Baderegal" war einmal ein Gartenteich. Ulrike Holthöfer nähte Regale aus Wellpolyester hinein und hängte es als Regal an die Wand. "Erprobt habe ich diese Art des Arbeitens vorab mit ähnlichen Materialien, um Kleinplastiken aus den Wegwerfmaterialien unserer Gesellschaft zu entwickeln", erklärt die Meerbuscher Künstlerin.

(mgö)
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