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Lokalsport
Elephants-Coach will sein Geschenk

Grevenbroich. Zum Geburtstag wünscht sich Hartmut Oehmen Sieg von seinen Basketballern. Von Dirk Sitterle

Schlaf wird kolossal überschätzt, findet Hartmut Oehmen. Darum kam der Trainer und Manager des Basketball-Regionalligisten NEW' Elephants auch in der Nacht vor seinem gestrigen "50." mit weniger als fünf Stunden Bettruhe aus. Von seinen Jungs wünscht sich das Geburtstagskind nur eines: "Charly Fischer, die gute Seele des Klubs, hat vor zwei Wochen gegen die Giants Düsseldorf einen Sieg geschenkt bekommen. Den will ich gegen Bonn auch." Da die "Feierbiester" aus Grevenbroich die Aussicht auf eine amtliche Party zusätzlich motivieren dürfte, verspricht Oehmen: "Wenn wir gewinnen, wird mir nach dem Spiel ganz bestimmt was einfallen ..."

Als Spaßbremsen könnten sich morgen Abend ab 19.30 Uhr (Sporthalle Gustorf) allerdings die Telekom Baskets II erweisen. Denn das Team von Chefcoach Thomas Adelt ist zu außergewöhnlichen Leistungen fähig - erst am vergangenen Wochenende gelang der Bubi-Truppe ein 88:76-Heimsieg über den heißen Aufstiegskandidaten FC Schalke 04 und am zweiten Spieltag musste selbst Tabellenführer WWU Baskets Münster am Rhein die Segel streichen (70:71).

"Bonn ist zurzeit der Favoritenkiller", sagt Oehmen und hat herausgearbeitet, "dass die nur dann verloren haben, wenn zeitgleich die erste Mannschaft in der Bundesliga gespielt hat und sie darum nicht in Bestbesetzung antreten konnten." Neben Gerald Beverly (21) - der 2,02 Meter große und 102 Kilogramm schwere US-Center war am Coup gegen Schalke mit 32 Punkten (3/6 Dreier) und 15 Rebounds beteiligt - gehören auch die Talente Joel Zeymer (21), Thomas Michel (20) und Valentin Blass (20) zum Kader der Profi-Mannschaft. Oehmen kennt die Stärken, aber auch die große Schwäche des Kontrahenten: "Bonn ist mit Sicherheit das am professionellsten aufgestellte Team der Liga. Alle Spieler sind 200 Prozent fit, aber eben auch unerfahren. Bonn liegt uns einfach." Wie schon beim Kantersieg in Sechtem (93:62) setzt er voll auf Angriff: "Wir müssen den Korb stark attackieren - gegen Sechtem haben wir bestimmt 25 Punkte nach Fastbreaks erzielt." Freilich weiß auch sein in Bonn tätiger Kollege, was ihn und seine Schützlinge morgen erwartet: "Die Grevenbroicher sind für ihr schnelles Umschaltspiel in der Liga gefürchtet, deshalb dürften wir insbesondere in der Verteidigung gefordert sein."

Dummerweise begann die Woche für die Elephants mit einem Negativerlebnis: Marko Boksic knickte im Training böse um und konnte danach mit einer Bänderdehnung nur noch ein ganz leichtes Wurfprogramm absolvieren. "Gegen Bonn soll er getapt wenigstens für Entlastung sorgen", wünscht sich Ohmen, dem die Verletzungs- und Ausfallserie allmählich zusetzen beginnt: "Es vergeht ja keine Woche ohne irgendeinen Mist." Mit großer Freude hat er dagegen registriert, dass sein Topscorer Dainius Zvinklys seine psychische Sperre überwunden hat. In Sechtem erzielte der Litauer in nur 19 Minuten 23 Punkte - trotz einer Schnittverletzung an der Hand. Der Flügelspieler ist eben vollkommen schmerzbefreit, zog sich sechs von sieben Fäden einfach selbst. Oehmen: "Seine Freundin aus Litauen ist zu Besuch. Wenn das wie Doping wirkt, verlängere ich ihren Rückflug um drei Wochen."

Quelle: NGZ
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