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Lokalsport
Ex-Davis-Cup-Profi geht in Kaarst an den Start

Kaarst. Andreas Beck, 2009 noch 33. der ATP-Weltrangliste, spielt ab Sonntag mit einer Wild Card beim Future-Tennis-Turnier im Tespo Sportpark. Von Dirk Sitterle

Dieser Coup freut Marc Raffel ganz besonders. Sein eh schon stark besetztes Future-Tennis-Turnier "Kirschbaum International" im Tespo Sportpark An der Wegscheider Heck in Büttgen ist um eine weitere Attraktion reicher: "Andi Beck macht auf seiner Comeback-Tour Station in Kaarst", sagt der Veranstalter nicht ohne Stolz.

Immerhin war der inzwischen 28-Jährige zu seiner Glanzzeit mal 33. der ATP-Weltrangliste. 2009 war das, als er beim mit 2,75 Millionen Euro dotierten ATP-Masters-1000-Turnier von Monte Carlo als Qualifikant bis ins Viertelfinale vordrang. Nach seinem Erstrundensieg über Nicolas Kiefer besiegte er in Runde zwei den Weltranglistensiebten Gilles Simon und im Achtelfinale Juan Mónaco in drei Sätzen. Dieser Erfolg brachte Beck ein Rekordpreisgeld von 53.000 Euro ein. Kurz darauf wurde der 1,90 Meter große Linkshänder von Patrik Kühnen für die Begegnung gegen Spanien erstmals ins deutsche Davis-Cup-Team berufen. Er debütierte am 9. Juli mit einer Fünf-Satz-Niederlage gegen Fernando Verdasco. 2010 erreichte er bei den French-Open, Wimbledon und US Open jeweils die zweite Runde und trat für Deutschland beim World Team Cup in Düsseldorf an. Dort bezwang er im Einzel Paul-Henri Mathieu (Frankreich) und Filip Krajinovic (Serbien). "Es gibt wenig deutsche Tennisspieler, die diese Höhen erreicht haben", betont Raffel. Darum war er sich mit DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard schnell einig, Beck, der für die "Kirschbaum International" ursprünglich nicht gemeldet hatte, mit einer Wild Card auszustatten. Unter der Woche ist der Fan des Fußball-Erstligisten VfB Stuttgart noch in Schwieberdingen im Einsatz. Beim mit 10.000 US-Dollar dotierten Grand Prix der Südwestbank befindet sich die aktuelle Nummer 185 der ATB-Weltrangliste in bester Gesellschaft. Denn in den deutschen Talenten Daniel Masur und Oscar Otte oder dem aufstrebenden Franzosen Sebastian Boltz (ATP 292), dem Raffel in Kaarst ebenso gute Chancen auf den Turniersieg einräumt wie dem Slowaken Filip Horansky (ATP 363), sind dort weitere Profis aktiv, die ab dieser Woche auch im Büttgener Tespo Sportpark zum Schläger greifen.

Vor Boltz (2), Horansky (3) und Masur (4) ist in Kaarst allerdings Marek Michalicka (ATP 280) an Position eins gesetzt. Der Tscheche hatte im Vorjahr erst im Finale gegen den jungen Maximilian Marterer aus Nürnberg in zwei Sätzen den Kürzeren gezogen. Sein Wunschendspiel für die aktuelle Auflage hat Raffel jedoch schon ausgemacht: "Für die Neusser wäre es doch toll, Andreas Beck würde gegen Jesse Huta Galung um den Turniersieg spielen." Der Niederländer, Nummer sieben der Setzliste, spielte lange für BW Neuss in der Bundesliga.

Quelle: NGZ
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