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Rheinberg
Franz-W. Aumund zieht Jahresbilanz

Rheinberg. Steigende Umsätze des Unternehmens außerhalb der kriselnden Zementindustrie.

Die Einschätzung war ebenso nüchtern wie sachlich: "Die Krise im Maschinen- und Anlagenbau hat uns inzwischen erreicht, in der weltweiten Zementindustrie - und damit in unserem Kerngeschäft - gibt es eine deutlich spürbare Zurückhaltung gegenüber Investitionen", resümierte Franz-W. Aumund, geschäftsführender Gesellschafter des Maschinenbauers und Fördertechnik-Unternehmens, im Rahmen der Weihnachtsfeier im Technologiezentrum vor 52 Rentnern über das Geschehen des laufenden Jahres.

Weiterhin verbuchen die Firmen der Aumund-Gruppe einen Umsatz im mittleren dreistelligen Millionenbereich und einen Exportanteil von rund 95 Prozent. "Weltweit arbeiten am Ende dieses Jahres etwa 500 Mitarbeiter praktisch rund um den Globus für die Gruppe", so Franz-W. Aumund. Seit 2010 ist die Mitarbeiterzahl weltweit um 23 Prozent gestiegen. Fast jeder zweite der rund 500 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe hat nach wie vor seinen Arbeitsplatz in Rheinberg. Der Standort Rheinberg ist 60 Jahre nach dem Umzug von Homburg nach Rheinberg das Kompetenzzentrum der Aumund-Gruppe,

Die Unternehmensgruppe gehört heute in vielen Bereichen der Förder- und Lagertechnik zu den Marktführern. Die Produktgesellschaften Aumund Fördertechnik GmbH (Rheinberg), Schade Lagertechnik GmbH (Gelsenkirchen), Samson Materials Handling Ltd. (Ely, Großbritannien) sowie die Aumund Logistic GmbH (Rheinberg) sind unter dem Dach der Aumund-Gruppe zusammengefasst. Neben den Zentralen der Produktgesellschaften steuern Mitarbeiter an elf Standorten in Asien, Europa, Nord- und Südamerika und ein Netz an Vertretungen das globale Geschäft mit der Förder- und Lagertechnik. In Brasilien feierte die Tochtergesellschaft Aumund do Brasil das 40-jährige Bestehen.

"Mit Blick auf die Zurückhaltung gegenüber Investitionen in der weltweiten Zementindustrie haben wir unsere Anstrengungen in anderen Bereichen deutlich verstärkt", so Aumund. Sowohl die internationale Düngemittelindustrie - insbesondere weltweit agierende Unternehmen aus Russland - als auch die südkoreanische Kraftwerksindustrie haben bei der Gruppe Aufträge mit hohem Referenzwert platziert. Aumund: "Wir arbeiten langfristig daran, die Umsatzanteile in den Bereichen Metallurgie, Kraftwerke, Bergbau, Mineralien, Häfen und Terminals stärker zu erhöhen.".

Breiten Raum nehmen nach wie vor die Hochschulkooperationen der Aumund Fördertechnik ein. Rund zwei Dutzend Studenten der Hochschulen Koblenz und Rhein-Waal, der Technischen Universität Berlin, der Uni Duisburg-Essen und der TU Bergakademie Freiberg studieren mit einem Stipendium von Aumund. Auch im sozialen Bereich sind der Unternehmer über seine Stiftung und die Firmengruppe aktiv: Hier werden unter anderem Projekte in Indien, Brasilien, der Zentralafrikanischen Republik, in Bulgarien und Rumänien unterstützt.

Aumund ließ den Zeitpunkt seines Umzugs in den "Weißen Raben" unweit seines "Hotels Am Fischmarkt" offen: Spaß am Geschäft kennt - vorerst - keinen Ruhestand.

Quelle: RP
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