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Eishockey-WM
Weltmeisterschaft statt Bundesliga

Eishockey-WM: Weltmeisterschaft statt Bundesliga
Thorsten Hesse (r.) gehört bei der Eishockey-WM in Köln zum Leitungsteam der Presseabteilung. Hier leitet die Gesprächsrunde mit den IIHF-Funktionären Henrik Bach Nielsen (l.) und Horst Lichtner. FOTO: Anton Novoderezhkin
Solingen. Bei den Sportarten ist Thorsten Hesse inzwischen ganz gut herumgekommen: Bevor der heute 38-Jährige die Öffentlichkeitsarbeit beim Handball-Bundesligisten Bergischer HC übernahm, hatte er ganze 14 Jahre lang als Presse- und Stadionsprecher die Fußballer des Wuppertaler SV begleitet. Derzeit widmet sich Hesse einem weiteren spannenden Betätigungsfeld. Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Köln und Paris übernimmt er rund um die Spiele in der Domstadt federführende Aufgaben in der Presseabteilung des lokalen Organisationskomitees: Er leitet sämtliche Pressekonferenzen nach den Spielen in der Lanxess-Arena, ist Hauptansprechpartner für Fotografen und Fernsehstationen und pflegt den Kontakt zu Rechtevermarkter Infront.

"Das ist eine tolle zusätzliche Erfahrung", sagt Hesse, der hauptberuflich in einem Kölner IT-Systemhaus arbeitet. Der Begeisterung für Eishockey frönt er in seiner Wahlheimat schon seit etlichen Jahren: "Ich besuche oft die Spiele der Kölner Haie." Seine Funktion während des bis Sonntag laufenden WM-Turniers der "Top Division" hat Hesse wiederum indirekt seinem Engagement für die bergischen Handballer zu verdanken. "Durch die BHC-Spiele in der Lanxess-Arena ist ein guter Kontakt zur Presseabteilung dort entstanden", berichtet er. "Und da wir ja während der WM weitgehend spielfrei haben, passte das auch zeitlich sehr gut." Und so ließ sich Hesse nicht zweimal bitten, als Tomasz Grenke, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im "Henkelmännchen", bei ihm wegen der vorübergehenden Aufgabe anfragte.

"Offiziell ist unser Pressezentrum von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts geöffnet", berichtet Thorsten Hesse. "In dieser Zeit ist immer jemand von uns da." Dafür sorgt mittlerweile ein Schichtsystem. Neben den Hauptverantwortlichen arbeiten 30 Volunteers in der Presseabteilung. "Wir sind natürlich alle gut vernetzt und immer erreichbar", sagt Hesse. Spätestens zum Ende des ersten Spiels am jeweiligen Tag muss er zur Pressekonferenz vor Ort sein. Im Laufe der vergangenen knapp zwei Wochen konnte er nicht nur viele Trainer der teilnehmenden Mannschaften zum Mediengespräch begrüßen, sondern auch das Organisationskomitee aus Dänemark, dem WM-Gastgeber des kommenden Jahres. An der Spitze der Delegation: Kronprinz Frederik, der die Schirmherrschaft für das Turnier übernehmen wird. "Es war bemerkenswert zu sehen, wie bodenständig und entspannt er ist", berichtet Hesse. Ob er heute Abend zum Auswärtsspiel des Bergischen HC bei den Rhein-Neckar Löwen mitreisen kann, ist noch offen. "Die Möglichkeit bestünde zumindest", sagt er, "weil am Tag vor dem Eishockey-Viertelfinale ja spielfrei ist." ALEXANDER RIEDEL

Quelle: RP
 
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