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Hillary Clinton
Europa sollte seine Vorfreude zügeln

Die politische Karriere von Hillary Clinton
Die politische Karriere von Hillary Clinton FOTO: afp, LARRY DOWNING
Meinung | Washington. Die ehemalige First Lady der USA, Hillary Clinton, hat nun offiziell bestätigt, dass sie selbst als Staatsoberhaupt in das Weiße Haus einziehen will. Die USA wären bei ihr in guten Händen. Europa sollte seine Vorfreude dennoch bremsen. Von Michael Bröcker

Hillary Clinton fordert die USA erneut heraus. Als First Lady scheiterte sie mit ihren Plänen zur Gesundheitsreform, 2008 verlor sie als demokratische Präsidentschaftsbewerberin gegen Barack Obama. 2016 sollen die US-Amerikaner nun die smarte Juristin aus Chicago zur ersten Präsidentin wählen. Bei den Vorwahlen der Demokraten ist sie Favoritin. Auch bei den Republikanern genießt sie Respekt. Die USA wären bei ihr in guten Händen.

Und wir? Die Transatlantiker hierzulande sollten ihre Vorfreude bremsen. Clinton ist knallharte Militärpolitikerin (Libyen, Ukraine). Es war auch Außenministerin Clinton, die zuerst Asien als neuen strategischen Schwerpunkt für die US-Außenpolitik erdachte.

In der Heimat wirbt sie für eine Annäherung an die Latinos, die größte Wählergruppe. Schon 2030 wird das weiße Amerika keine Mehrheit mehr stellen. Diese doppelte Verwestlichung hin zu Asien und Südamerika wird den politischen Gravitationsschwerpunkt von der Europa zugeneigten US-Ostküste in den Westen und Süden verlegen. Europa wäre unter Hillary Clinton nur einer von mehreren Verbündeten.

Quelle: RP
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