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Einsatz in der Türkei
Bundestag beschließt deutschen Patriot-Einsatz
Fakten zum "Patriot"-Abwehrsystem
Fakten zum "Patriot"-Abwehrsystem FOTO: dapd, DoD
Berlin. Mit breiter Mehrheit hat der Bundestag dem Einsatz von bis zu 400 deutschen Soldaten in der Türkei zugestimmt. Für das Mandat votierten 461 Abgeordnete, wie Vize-Parlamentspräsidentin Petra Pau (Linke) am Freitag mitteilte.

Die Bundeswehr soll dazu beitragen, das Nato-Land Türkei mit Hilfe von Patriot-Luftabwehrsystemen gegen Angriffe aus Syrien zu schützen.

Der deutsche Anteil der "Patriot"-Raketensoldaten soll aus dem Flugraketenabwehrgeschwader 2 "Mecklenburg-Vorpommern" kommen. Die betreffende Flugabwehrraketengruppe 21 ist in Sanitz und Prangendorf bei Rostock stationiert. Es wird voraussichtlich der letzte Einsatz der Einheit sein. Sie soll im Zuge der Bundeswehrreform aufgelöst werden.

Vorgesehen ist eine Seeverlegung, was für Luftverteidiger nichts Ungewöhnliches ist. Erst im November übte der Verband das scharfe Schießen auf der Insel Kreta. Hierfür hatte die Luftwaffe 260 Fahrzeuge und mehrere Hundert Mann auf die griechische Insel gebracht.

Auch die USA haben zum Schutz vor syrischen Raketen Patriot-Abwehrsysteme in die Türkei beordert. US-Verteidigungsminister Leon Panetta unterzeichnete kurz vor einem unangekündigten Besuch in dem Nato-Partnerland am Freitag die entsprechenden Marschbefehle. Die USA entsenden zwei Raketen-Batterien und 400 zugehörige Soldaten.

Ein Sprecher von Panetta sagte weder, wo die Patriots stationiert werden sollen noch wie lange sie in der Türkei bleiben werden. Die Batterien würden "in den kommenden Wochen" in Stellung gehen, hieß es. Panetta hatte zuvor Afghanistan und Kuwait besucht. Die Türkei ist zunehmend besorgt, dass der syrische Bürgerkrieg auf ihr Territorium übergreift. Sie hat deshalb die Nato-Bündnispartner um die Stationierung der Flugabwehrraketen gebeten.

Quelle: AFP/felt/sap
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