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Forsa-Umfrage
Grüne im freien Fall

Forsa-Umfrage: Grüne im freien Fall
Die Spitzenkandidaten der Grünen, Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt, beim Bundesparteitag im November 2016. FOTO: dpa
Hamburg. Die Grünen kommen nach einer aktuellen Forsa-Umfrage bundesweit nur noch auf sechs Prozent. Das ist ihr schlechtester Stand seit 15 Jahren. Während Union, SPD, FDP und AfD stagnieren, gewinnt die Linke einen Prozentpunkt hinzu und wäre nun drittstärkste Kraft. 

Der Umfrage im Auftrag von stern und RTL zufolge liegen CDU/CSU mit 36 Prozent weiterhin sechs Prozentpunkte vor der SPD mit 30 Prozent. Die Linkspartei verbessert sich auf neun Prozent, AfD und FDP stagnieren bei acht bzw. sechs Prozent. Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt und stehen mit nur noch sechs Prozent so schlecht da wie seit August 2002 nicht mehr. 

Ein Viertel der Befragten gab zudem an, nicht wählen zu gehen oder sich noch nicht entschieden zu haben. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als noch in der Vorwoche. 

Bei der Kanzlerpräferenz gewinnt Angela Merkel einen Prozentpunkt hinzu, während SPD-Chef Martin Schulz 3 Punkte einbüßt und erstmals seit seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten unter die 30-Prozent-Marke fällt. Wenn der Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich 44 Prozent aller Wahlberechtigten für Angela Merkel entscheiden und 29 Prozent für ihren Herausforderer Schulz.

Auch in NRW würden sich aktuellen Umfragen zufolge nur noch sechs Prozent der Wähler für die Grünen entscheiden. Bei der Landtagswahl im Mai 2012 hatte die Partei noch über 11 Prozent erreicht. Im Saarland war die Partei kürzlich sogar aus dem Landtag geflogen. 

(kess/ots)
 
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