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Bundesliga
3:1 - Hamburg schockt den Favoriten aus Dortmund

Fotos: Hamburger SV - Borussia Dortmund
Fotos: Hamburger SV - Borussia Dortmund FOTO: dpa, chc lof
Hamburg. Scharfe Einlasskontrollen wie selten zuvor, zwei Schweigeminuten - und eine sportliche Überraschung. Die Fußball-Bundesliga hat mit dem 3:1 des Hamburger SV gegen Borussia Dortmund einen ersten Schritt zurück in den sportlichen Alltag vollzogen.

Nach den blutigen Terroranschlägen von Paris und der Absage des Länderspiels in Hannover wegen Hinweisen auf einen Anschlag konnte von einem normalen Fußballspiel aber noch nicht die Rede sein.

Auch das Ergebnis fiel gemäß den sportlichen Voraussetzungen "unnormal" aus: Pierre-Michel Lasogga per Foulelfmeter, Lewis Holtby und ein Eigentor von Mats Hummels fügten dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund die zweite Saison-Niederlage zu und bescherten dem HSV einen weiteren Erfolg gegen seinen Lieblingsgegner. Für die Hanseaten, die mit 18 Punkten auf den achten Platz vorrückten, war es bereits der fünfte Sieg gegen den BVB in den letzten sieben Duellen. Das 15. Saisontor von Aubameyang kurz vor Spielende war für die favorisierten Westfalen zu wenig.

Gleich zwei Schweigeminuten gab es vor dem Anpfiff: Eine zu Ehren des verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Schmidt und eine für die Opfer von Paris. Die Attentate von Frankreich und ihre Folgen hatten ein hohes Sicherheitsaufkommen in und um der Arena ausgelöst. 600 statt der üblichen 450 Ordner waren im Einsatz, auch die Polizei war entsprechend präsent. Das Spiel begann mit einer 15-minütigen Verspätung, was aber am hohen Verkehrsaufkommen lag.

Nach einem feinen Pass von Holtby war Ivo Ilicevic frei durch, umkurvte Keeper Roman Bürki und kam zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte Lasogga sicher, für den Stürmer war es das sechste Saisontor. Nach einem schlimmen Fehlpass von Matthias Ginter kam der Ball über Lasogga und Nicolai Müller zu Holtby, der Bürki keine Chance ließ und auf 2:0 erhöhte. Als die Gäste besser in die Partie kamen, patzte Hummels. Bester Spieler des Abends war Hamburgs Schlussmann Rene Adler, der mit zahlreichen Paraden verhinderte, dass Dortmund mehr als einen Treffer erzielte.

(dpa)
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