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Borussia Mönchengladbach
Favre warnt, Hahn eine Option fürs Sturmzentrum

Die Einsatzzeiten der Borussen
Die Einsatzzeiten der Borussen FOTO: dpa, bt jai
Mönchengladbach. Borussia wehrt sich vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal am Mittwoch (19 Uhr im Live-Ticker) nicht gegen die Favoritenrolle – alles andere wäre auch seltsam, schließlich ist Gegner Arminia Bielefeld Drittligist. Gleichwohl nimmt Trainer Lucien Favre den ostwestfälischen Klub sehr ernst. Von Karsten Kellermann

Der Schweizer hat Bielefeld per DVD-Studium tiefgehend analysiert und festgestellt, dass "es kein Zufall ist, dass Bielefeld so weit gekommen ist. Das ist eine sehr engagierte und athletische Mannschaft, die hervorragend kombinieren, aber auch kontern kann".

Die Arminen, die sich anschicken wieder in die Zweite Liga aufzusteigen, haben im Pokal schon zwei Bundesliga-Klubs eliminiert: Zunächst Hertha BSC Berlin und dann Werder Bremen. Vor allem Letzteres hat Favre beeindruckt. "Sie haben mit Bremen eine der besten Mannschaften der Rückrunde rausgeworfen. Das sagt alles über ihre Qualität aus", sagte er.

Borussia trainiert für Pokal-Viertelfinale in Bielefeld FOTO: Dirk Päffgen

Der Trainer muss in Bielefeld erneut auf seinen Abwehrchef Martin Stranzl, der ein Ödem im Knie hat. Ob Stranzl am Samstag gegen Dortmund wieder dabei sein kann, werden die kommenden Tage zeigen. Auf der "Alm", so ist zu vermuten, wird wohl Roel Brouwers wie zuletzt bei 1899 Hoffenheim Stranzl ersetzen, allein schon wegen seiner 1,90 Meter Körperlänge und der daraus resultierenden Kopfballstärke. Möglich, dass die Robustheit des Gegners Favre auch für einen erneuten Versuch mit André Hahn im Sturmzentrum in Betracht ziehen lässt.

Auskünfte über seinen Gedankenspiele zu eventueller Rotation oder zur möglichen Startelf gab Favre wie gewöhnlich nicht. "Ich habe mich noch nicht entschieden, wer in der Startelf stehen wird. Aber man darf auch nicht vergessen, dass auch die Spieler, die von der Bank kommen, sehr wichtig sind", sagte er. Lobende Worte gab es für Fabian Johnson, der sowohl in München (2:0) und bei 1899 Hoffenheim (4:1) zum Anfangsaufgebot gehört. "Er macht es sehr gut", befand Favre.

Das Ziel hat er indes klar definiert: "Wir wollen unbedingt weiterkommen", sagte Favre vor dem Vergleich mit dem Team des früheren Borussen-Trainers Norbert Meier. Gelingt den Borussen der dritte Auswärtssieg in Folge, hätte es der Klub in der Ära Favre zum zweiten Mal nach 2012 ins Halbfinale geschafft. Damals schieden die Gladbacher im Elfmeterschießen gegen die Bayern aus. Das erste Hindernis auf dem Weg ins Endspiel von Berlin ist aber Bielefeld. Rund 4000 Gladbach-Fans werden dort erwartet. Sie wollen den nächsten Erfolg in der Fremde vor Ort erleben.

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