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Borussia Mönchengladbach
Hahn hat Lust auf Gladbach, Choupo-Moting im Gespräch

Das ist André Hahn
Das ist André Hahn FOTO: dpa, sar fpt
Mönchengladbach. Der neue Borusse zieht Ende Juni mit Lebensgefährtin Ragna Bauer an den Niederrhein. Derweil ist Eric Maxim Choupo-Moting im Gespräch. Von Karsten Kellermann

Es wird viel spekuliert in diesen Tagen. Sportdirektor Max Eberl hat angekündigt, Borussias Offensive für die neue Saison noch zu verstärken – und nun werden reichlich Namen derer genannt, die dafür infrage kommen könnten. Josip Drmic war einer davon, doch der Schweizer entschied sich für Leverkusen. Hoffenheims Joselu ist "nicht der Mann, den wir suchen", wie Eberl versicherte. Simon Zoller wird wohl zum 1. FC Köln gehen.

Nun ist einer im Gespräch, der zuletzt zweimal im Borussia-Park traf, einmal für Mainz und einmal für Kamerun: Eric Maxim Choupo-Moting. 25 Jahre alt ist der, und vorn variabel einsetzbar. Diese "Polyvalenz" qualifiziert den WM-Fahrer zum Kandidaten, ebenso, dass er schnell und spielstark ist, und auch die Tatsache, dass er ablösefrei zu haben ist. Das alles passt genau ins Beute-Schema von Eberl und Trainer Lucien Favre.

Auch André Hahn erfüllt alle Kriterien, die ein Offensivmann in Gladbach haben sollte. Im Unterschied zu Choupo-Moting ist der 23-Jährige allerdings längst verpflichtet, er hat einen Vertrag bis 2018 unterschrieben. 2,25 Millionen Euro zahlt Eberl für den schnellen Außenspieler, der in der vergangenen Saison zwölf Tore für den FC Augsburg erzielte und neun Treffer vorbereitete. Schon jetzt ist Hahns Marktwert deutlich höher, laut Transfermarkt.de ist er fünf Millionen Euro wert.

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"Ich wäre gern dabei gewesen"

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Wäre André Hahn mit zur Weltmeisterschaft nach Brasilien gefahren, wäre er wohl noch weit höher dotiert. Doch Hahns Platz im WM-Kader bekam ausgerechnet sein künftiger Teamkamerad Christoph Kramer. "Natürlich war ich enttäuscht, als ich nach dem Polen-Spiel erfuhr, dass ich nicht mit ins Trainingslager nach Südtirol fahren darf. Ich wäre gern dabei gewesen, um diese Erfahrung mitzunehmen", gesteht Hahn. Doch er hat die Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw akzeptiert, was auch sonst. "So kann ich jetzt meinen Urlaub genießen", sagt Hahn. Derzeit ist er daheim bei seinen Eltern im niedersächsischen Otterndorf, bald geht es zusammen mit Lebensgefährtin Ragna Bauer noch für ein paar Tage in die Türkei.

Die Dame seines Herzens wird mitkommen an den Niederrhein. Das Paar hat schon ein Domizil gefunden, "ein kleines, süßes Haus in der Nähe von Mönchengladbach", wie Hahn sagt. Für den 25. Juni ist der Umzug an den Niederrhein angesetzt, fünf Tage später, am 30. Juni, startet Borussia in die Vorbereitung. "Ganz ehrlich", sagt Hahn, ich kann es kaum abwarten, ich habe richtig Lust auf Gladbach!" Das Ausrufezeichen hinter seinen Worten hört man ganz deutlich heraus. Hahn hat sich auch schon ausführlich das neue Borussen-Trikot angeschaut, das sein erstes als Gladbacher sein wird. "Das Trikot gefällt mir, es ist hübsch. Ich bekomme die Nummer 28. Die hat mir schon in Augsburg Glück gebracht und ich hoffe, das ist auch in Gladbach so", sagt Hahn.

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Kramer schwärmt Hahn von Mönchengladbach vor

Während der Tage beim Nationalteam hat er sich mit Christoph Kramer natürlich intensiv über den neuen Arbeitgeber unterhalten. "Er hat sehr von Mönchengladbach geschwärmt", erzählt Hahn. Kramer und er selbst haben in der vergangenen Saison einen großen Karrieresprung gemacht, Hahn wurde nun von den Kollegen zum "Aufsteiger des Jahres" gewählt. Er will bei Borussia "den nächsten Schritt machen". Zuletzt waren es stets Sauseschritte, in denen Hahns Karriere voranging. Vor eineinhalb Jahren spielte er noch bei Kickers Offenbach in der Dritten Liga, jetzt freut er sich auf eine Europapokal-Saison mit Gladbach. "Es ist schon Wahnsinn, wenn man meinen Werdegang sieht. Von ganz unten nach ganz oben", sagt er.

Damit er nicht an Fahrt verliert, ist er schon dabei, sich sportlich auf die "neue Herausforderung" vorzubereiten. Hahn absolviert ein tägliches Lauftraining. In den kommenden Wochen wird er allerdings viel Fernseh-Fußball konsumieren. "Ich will möglichst kein WM-Spiel verpassen", sagt er. Er hofft, dass das deutsche Team "möglichst weit kommt" und wird sich auch jene Spieler mit Interesse anschauen, die bald seine Kollegen sind: die beiden Schweizer Granit Xhaka und Yann Sommer, den US-Boy Fabian Johnson, Christoph Kramer natürlich – und sicherlich auch Choupo-Moting. Kann ja sein, dass Hahn, von Haus aus Rechtsaußen, und der Kameruner, der vor allem auf der linken Außenbahn heimisch ist, in der nächsten Saison eine mögliche Option für Borussia Flügelzange sind.

Quelle: RP
 
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