1. Bundesliga 17/18
| 17.30 Uhr

2:2 gegen Augsburg
Eigentor kostet Hoffenheim kurz vor Schluss den Sieg

Hoffenheim - Augsburg: Bilder des Spiels
Hoffenheim - Augsburg: Bilder des Spiels FOTO: dpa, ua hak
Sinsheim. 1899 Hoffenheim kann den anhaltenden Rummel um Trainer Julian Nagelsmann einfach nicht abschütteln und steckt weiter im Tief. Nach zuletzt zwei Pflichtspiel-Pleiten in Folge kam die TSG nicht über ein 2:2 (0:0) gegen den FC Augsburg hinaus.

Immerhin sind die Hoffenheimer seit mittlerweile 22 Partien (17 Monate) ohne Heim-Niederlage. Mark Uth (85.) traf zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Kraichgauer, doch ein Eigentor von Kevin Vogt (90.) sicherte den Schwaben den Punkt in Sinsheim. 

Der eingewechselte Michael Gregoritsch hatte zum 1:1 für Augsburg (75.) getroffen. Benjamin Hübner (52.) zeichnete für das 1:0 der Kraichgauer, die noch kein Heimspiel gegen den FCA verloren haben, verantwortlich. Nagelsmann erreichte die 100-Punkte-Marke als Bundesliga-Coach.

Am Donnerstag muss Hoffenheim in der Europa League gegen Istanbul Basaksehir antreten. Im Europacup steht der Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp nach vier Pleiten in vier Spielen gewaltig unter Druck - gegen die Türken soll unbedingt der erste internationale Sieg her.

1899 Hoffenheim findet nicht die richtigen Mittel

Vor 27.014 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena bestimmten die Gastgeber, die ohne Ermin Bicakcic, Adam Szalai, Serge Gnabry und Lukas Rupp auskommen mussten, zunächst das Geschehen. Die Mannschaft Nagelsmanns, der nach eigenen Angaben "nullkommanull Kontakt" zu Rekordmeister Bayern München hat, konnte sich allerdings keine echten Torchancen erarbeiten.

Gegen die extrem defensiv eingestellten Gäste fanden die Hoffenheimer nicht die richtigen Mittel in der Offensive. Nagelsmann, der als erster Trainer die Initiative Common Goal unterstützt und künftig ein Prozent seines Gehalts für soziale Projekte zur Verfügung stellen will, gab immer wieder Anweisungen - doch auch Mitte des ersten Durchgangs fehlte 1899 die Durchschlagskraft.

Das Spiel entwickelte sich immer mehr zu einem Langweiler. Auf beiden Seiten ging im Spiel nach vorne so gut wie gar nichts. Erst in der 38. Minute bewahrte Alfred Finnbogason die Besucher vor dem Einnicken. Der FCA-Stürmer hatte die Führung auf dem Fuß, traf aus kurzer Distanz aber nur den Pfosten.

Kurz nach dem Seitenwechsel vergab Hübner eine ähnlich gute Gelegenheit für die TSG (48.). Nur vier Minuten später machte es der Innenverteidiger per Kopf besser. Danach lag der zweite TSG-Treffer in der Luft, die Partie nahm endlich Fahrt auf.

Die beste Chance auf das zweite Hoffenheimer Tor in dieser Phase konnte Andrej Kramaric nicht nutzen (67.), drei Minuten später vergab Nationalspieler Sandro Wagner. Die mangelhafte Chancenverwertung wurde durch Gregoritsch bestraft.

Beste Spieler aufseiten der Hoffenheimer waren Hübner und Nadiem Amiri. Bei Augsburg konnten Kevin Danso und Torwart Marwin Hitz überzeugen.

(sid)
 
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