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Pressestimmen zur Sensation
Herzrasen in Rom - Untergangsstimmung in Barcelona

Pressestimmen: "Der Niedergang des Barca-Imperiums"
Pressestimmen: "Der Niedergang des Barca-Imperiums" FOTO: afp
Rom. Nach der 0:3-Niederlage des FC Barcelona und dem überraschenden Viertelfinal-Aus in der Champions League bei der AS Rom lässt die spanische Presse kein gutes Haar an der Star-Truppe um Lionel Messi. Die italienischen Medien können das Comeback der Giallorossi dagegen kaum fassen.

Der Jubel in Rom war riesig. Überraschend dominierte die AS Rom den FC Barcelona und besiegte das Team von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen völlig verdient. Der Keeper war bei den Gegentreffern machtlos. "Mir ist es egal, ob ich nun einen Platz in den Geschichtsbüchern bekomme", sagte Kostas Manolas, der das umjubelte 3:0 erzielt hatte. "Wir haben gegen die beste Mannschaft der Welt gewonnen. Wir haben immer daran geglaubt und haben es verdient."

Außer Rom holten zuvor in der Königsklasse nur Deportivo La Coruna in der Saison 2003/04 gegen den AC Mailand (Hinspiel 1:4) und Barcelona vor einem Jahr gegen Paris Saint-Germain (Hinspiel 0:4) ähnliche Rückstände aus dem Hinspiel auf. Während die Katalanen vor einem Jahr noch selbst die Heldengeschichte schrieben, legten sie diesmal einen erschreckend blutleeren Auftritt hin - und wurden von der spanischen Presse zerlegt.

"Der Niedergang des Barca-Imperiums" titelte die "Marca", "Historische Klatsche für Barca" die Zeitung "AS". Die spanische Presse hatte für den lethargischen Auftritt der Katalanen nur Häme übrig: "Luis Suarez, Semedo, Umtiti und Alba waren als Touristen unterwegs" ("Marca"). Die katalanische Zeitung "Sport" schrieb von einer "historischen Blamage".

Rom nach Sieg über Barcelona in Ekstase FOTO: rtr, saw

Auch der am Dienstag erstaunlich unauffällig agierende Superstar Messi wurde nicht verschont: "Ohne Persönlichkeit, ohne Spielwitz, ohne Messi und ohne Argumente" ("AS"). Barcelona erreichte letztmals 2015 das Halbfinale der Königsklasse.

Lob gab es nur für den machtlosen deutschen Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen, der bei der Pleite in der italienischen Hauptstadt noch eine höhere Niederlage verhinderte: "Barca kann sich sogar noch bei ter Stegen bedanken, dass es am Ende nur drei Gegentore waren" ("Sport").

Ganz anders war natürlich das Medienecho in Italien. "Unglaublich, undenkbar. Es ist wirklich passiert" ("Tuttosport"), "ein schallendes Comeback" ("Corriere dello Sport"), "Roma, die verrückte Nacht im Olimpico. Die ganze Stadt spielt verrückt" ("Gazzetta dello Sport"). Rom zog nach dem 1:4 im Hinspiel eine Woche zuvor erstmals seit 1991 wieder in eine Europacup-Vorschlussrunde ein.

Italien feiert neben Trainer Eusebio Di Francesco vor allem die drei Torschützen: "Barcelona fällt unter den Schlägen von Dzeko, De Rossi und Manolas. Die letzten Minuten sind nur noch Herzrasen, aber nach 94 Minuten feiern die Giallorossi" ("Tuttosport").

(sid)
 
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