1. Bundesliga 17/18
| 07.13 Uhr

"Wir sind zufrieden mit dieser Serie"
Schalke setzt rasante Aufholjagd fort

Wolfsburg - Schalke: die Bilder des Spiels
Wolfsburg - Schalke: die Bilder des Spiels FOTO: dpa, pst jhe
Wolfsburg. Nach dem 1:0 in Wolfsburg ist die Mannschaft von Trainer Weinzierl seit Ende September unbesiegt.

Benedikt Höwedes lobte die neue Malocher-Mentalität, Christian Heidel pries die Abwehr als großes Prunkstück - und Markus Weinzierl ließ die Zahlen für sich sprechen: "Zehn Spiele, acht Siege und zwei Unentschieden - wir sind zufrieden mit dieser Serie", sagte der Trainer des FC Schalke 04 nach dem 1:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg und der nächsten erfolgreichen Etappe einer rasanten Aufholjagd.

Während beim Gastgeber angesichts der schlechtesten Bilanz seiner 20-jährigen Bundesliga-Historie die Alarmglocken schrillen, pirschen sich die Königsblauen mit einer schwer bezwingbaren Abwehr immer näher an die internationalen Plätze heran. Seit Ende September sind sie unbesiegt - im DFB-Pokal, in der Europa League, in der Liga.

"Im Winter wollen wir wieder auf Tuchfühlung sein", sagte Sportvorstand Heidel nach dem ersten Auswärtssieg: "Das, was wir an Pech in den ersten fünf Spielen hatten, holen wir uns momentan ein Stück weit zurück". Seine Mannschaft verdiene sich die Punkte mit harter Arbeit und einer "sehr guten Verteidigung". Dank des Treffers von Leon Goretzka (82.) holte Schalke seine Zähler zwölf bis 14 aus den vergangenen sechs Liga-Partien.

Trainer Weinzierl ist es nach dem Fehlstart mit fünf Niederlagen gelungen, eine Ansammlung von Einzelkämpfern in ein taktisches Korsett (3-5-2-System) zu pressen, in dem die Mechanismen stimmen. Vor allem die Defensive liefert zuverlässig Topwerte ab. Wolfsburg, mit Nationalstürmer Mario Gomez in vorderster Front, schoss nicht einmal gefährlich auf das Tor von Ralf Fährmann. Wenn in 90 Minuten "so wenig" nach vorne komme, "dann kannst du kein Spiel gewinnen", sagte Gomez desillusioniert.

"Eigenlob stinkt immer so ein bisschen, und ich bin der Meinung, dass wir das alle gemeinsam machen", sagte Weltmeister Höwedes: "Die Stürmer fangen an zu attackieren, alle arbeiten konstruktiv. Der Lauf kommt nicht von ungefähr, er kommt von harter Arbeit." Gemeinsam mit Naldo und Matija Nastasic bildet Höwedes ein echtes Bollwerk. Dazu wird in der Offensive die individuelle Qualität im Kader mehr und mehr sichtbar. Heidel betonte jedoch eine Kultur der kleinen Schritte: "Wir schnuppern jetzt erstmal an Platz acht."

Während sich Schalke mit einem guten Gefühl auf die Europa-League-Partie am Donnerstag gegen Nizza vorbereiten kann, herrscht in Wolfsburg trotz des Trainerwechsels zu Valerien Ismael weiter Tristesse. "Mit neun Punkten sind wir im Abstiegskampf", sagte Geschäftsführer Klaus Allofs.

(sid)
 
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