1. Bundesliga 16/17
| 11.04 Uhr

Vor Derby in Dortmund
Breitenreiter und Heldt weisen Gerüchte um Zwist zurück

Bundesliga 16/17: Unsere Tipps zum 14. Spieltag
Bundesliga 16/17: Unsere Tipps zum 14. Spieltag FOTO: RPO
Gelsenkirchen. Trainer Andre Breitenreiter und Sportvorstand Horst Heldt vom Bundesligisten Schalke 04 haben vor dem Derby bei Borussia Dortmund (Sonntag, 15.30 Uhr/Live-Ticker) atmosphärische Störungen innerhalb ihres Arbeitsverhältnisses bestritten.

"Horst Heldt und ich arbeiten unverändert eng und vertrauensvoll zusammen", sagte Breitenreiter der Tageszeitung "Die Welt".

Heldt, der den Klub am Saisonende verlassen wird, meinte in der "FAZ": "Es stimmt: Wir waren in der Vergangenheit nicht immer einer Meinung. Das ist aber kein Problem. Wichtig ist doch, dass man es zulässt, sich gegenseitig die Meinung zu sagen." Schalke brauche starke Persönlichkeiten, vor allem auf der Trainerbank, so Heldt: "Andre erfüllt diese Voraussetzung, und er ist ein junger und ehrgeiziger Trainer, das ist mir wichtig."

Breitenreiters Wortwahl ("Bonusspiele") vor den Duellen in Dortmund, gegen Bayern München und bei Bayer Leverkusen empfand Heldt jedoch als "nicht glücklich". Die Königsblauen hätten "immer den Anspruch gewinnen zu wollen, auch und gerade im Derby. Schalke 04 wird niemals Bonusspiele haben." Auch Breitenreiter bedauert seine Aussage, die er nach dem 1:1 gegen Aufsteiger FC Ingolstadt getroffen hatte: "Wer ist schon perfekt? Ich wollte damit jedoch keinesfalls ausdrücken, dass in diesen Spielen nichts für uns möglich sein wird. Ich wollte lediglich unterstreichen, dass wir nicht Favorit sind."

Nach dem besten Saisonstart seit 44 Jahren ist Schalke aus dem Tritt geraten. In den letzten fünf Partien gelang kein Sieg, im Pokal scheiterte Schalke in Runde zwei an Borussia Mönchengladbach, in der Europa League kamen die Knappen zuletzt nicht über zwei Unentschieden gegen Sparta Prag hinaus.

Schalke wohl ohne Matip

Im Derby muss Schalke wohl auf Joel Matip verzichten. Der Innenverteidiger leidet an einem Hexenschuss. "Er wird vermutlich nicht spielen können", sagte Breitenreiter. Da Kapitän Benedikt Höwedes wegen seines Handbruchs ebenfalls fehlt, muss Breitenreiter seine Innenverteidigung erneut komplett umbesetzen. Beim 1:1 in der Europa League bei Sparta Prag am Donnerstag spielten dort Kaan Ayhan und Roman Neustädter.

Breitenreiter freut sich über die erste Nominierung seines Angreifers Leroy Sane für die deutsche Nationalmannschaft. "Leroy hat in kürzester Zeit eine rasante Entwicklung genommen und sich das absolut verdient. Hoffentlich gibt ihm die Nominierung einen weiteren Schub", sagte Breitenreiter. Der 19 Jahre alte Sane war am Freitag von Bundestrainer Joachim Löw in das Aufgebot für das Länderspiel am 13. November in Paris gegen Frankreich berufen worden.

Löw hatte sich zuvor bei Breitenreiter über Sane erkundigt. "Der Bundestrainer hatte angerufen und wollte ein letztes Feedback, wie Leroy als junger Spieler mit der Nominierung umgehen würde. Er ist ein Junge, der die Kritik immer gut annimmt und umsetzt", erklärte Breitenreiter.

(seeg/sid/dpa)
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