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Vertrag unterschrieben
Fortuna Düsseldorf verpflichtet Marco Kurz als neuen Trainer

Das ist Marco Kurz
Das ist Marco Kurz FOTO: dpa, Fredrik von Erichsen
Düsesldorf. Fortuna Düsseldorf hat einen neuen Cheftrainer verpflichtet: Der 46-jährige Marco Kurz hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017 unterschrieben.  Von Bernd Jolitz

Es ist eine echte Weihnachts-Überraschung, mit der Zweitligist Fortuna da aufwartet. Viele Trainernamen waren in den vergangenen Wochen durch die Medien und die sozialen Netzwerke gegeistert – der von Marco Kurz gehörte jedoch nicht dazu, bis unsere Redaktion ihn am Mittwoch exklusiv auf RP Online verkündete.

 

Aus Kaiserslauterer Kreisen war die Information zunächst gekommen, später sickerte aber auch aus dem Fortuna-Umfeld durch, dass Sportdirektor Rachid Azzouzi bereits intensiven Kontakt zum früheren Coach des 1. FC Kaiserslautern, des TSV 1860 München, der TSG Hoffenheim und des FC Ingolstadt aufgenommen hat. Am Mittwochabend kam um 18.31 Uhr kam dann die offizielle Bestätigung per Mail: Kurz unterschreibt einen Vertrag in Düsseldorf bis 30. Juni 2017.

"Als die Verantwortlichen von Fortuna auf mich zugekommen sind, habe ich keine Sekunde gezögert. Fortuna Düsseldorf ist ein großartiger Traditionsverein mit einem emotionalen Umfeld und großartigen Fans in einer tollen Stadt", wird Kurz in der Mitteilung zitiert. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der sportlichen Leitung, der Mannschaft und Peter Herrmann. Wir werden die nächsten Wochen und Monate mit Freude und Engagement daran arbeiten, den Zuschauern leidenschaftlichen und ehrlichen Fußball zu bieten."

Twitter-Reaktionen zur Verpflichtung von Marco Kurz

Und auch Azzouzi war mit sich und seiner Entscheidung sehr zufrieden: "Marco Kurz verfügt über einen sehr großen Erfahrungsschatz im deutschen Profifußball. In unseren intensiven Gesprächen haben wir gespürt, dass er nach seiner Pause auf die neue Aufgabe bei der Fortuna brennt. Wir haben bei der Auswahl unseres neuen Cheftrainers bewusst Zeit investiert und dabei viele Möglichkeiten geprüft, weil es für unseren Verein eine extrem wichtige, aber auch wegweisende Entscheidung ist. Wir sind davon überzeugt, dass er die Mannschaft in der laufenden Saison zum Klassenerhalt führen und langfristig Stabilität und Kontinuität in die sportliche Entwicklung bringen wird."

Ein wenig Mut mussten Jäger und Azzouzi allerdings schon beweisen, dass sie Kurz zum Nachfolger für den im November beurlaubten Frank Kramer gemacht haben. Nach der RP-Online-Meldung gab es nämlich schon einigen Gegenwind in verschiedenen Internet-Kommentaren.

Tenor: Kurz sei bereits mehr als zwei Jahre ohne Job, sei bei seinen letzten Stationen Hoffenheim und Ingolstadt jeweils nach wenigen Monaten entlassen worden und sei nicht so krisenerprobt, wie es Jäger vor einigen Tagen für Fortunas Trainerkandidaten eingefordert hatte. Azzouzi und Jäger sind freilich lang genug im Geschäft, um zu wissen, dass sie sowieso mit keiner Entscheidung ungeteilten Beifall gefunden hätten – so etwas gibt es in Düsseldorf nicht.

Jetzt ist aber auch für den Manager erst einmal Pause, obwohl sein Handy eingeschaltet bleibt. "Ich freue mich auf den Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen", berichtet der 44-Jährige. "Den bekomme ich bei meiner Schwiegermutter in Oberfranken, sie kocht überragend." Weihnachtlicher Genuss also auch für den Muslim Azzouzi: "Das bleibt bei einer deutschen Ehefrau gar nicht aus, aber das nehme ich auch sehr gern mit." Ebenso wie eine erfolgreiche Rückserie mit Fortuna.

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