Fortuna Düsseldorf - News zu F95
| 14.23 Uhr

Gegen Torjäger Mikael Ishak
Fortunas Defensive ist gefordert, Wolf angeschlagen

Raphael Wolf bricht das Training ab
Raphael Wolf bricht das Training ab FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortunas Defensive gehört zu den stärksten der 2. Bundesliga, kein Team hat bislang weniger Gegentreffer kassiert. Erst 18 Mal schlug der Ball ein. Am Montag (20.30 Uhr, Live-Ticker) steht die Fortuna-Abwehr vor der größten Herausforderung der Hinrunde. Von Falk Janning

Beim Training am Donnerstagmorgen gab es einen kurzen Schockmoment: Raphael Wolf, einer der Garanten in der Defensive der Fortuna, musste den Platz angeschlagen verlassen. "Eine Vorsichtsmaßnahme", hieß es vom Verein. Wie es für einen Einsatz am Montag aussieht, bleibt abzuwarten. Ausgerechnet, könnte man denken. Denn gegen Nürnberg wäre ein sicherer Rückhalt besonders wichtig.

Im Gipfeltreffen mit dem Drittplatzierten der 2. Bundesliga stellt sich der zweitstärkste Angriff der Liga in der Esprit-Arena vor. 33 Mal hat das Team des 1. FC Nürnberg bereits getroffen und damit sieben Tore mehr als die Fortuna erzielt. Nur Spitzenreiter Kiel ist besser. Ein besonders wachsames Auge muss die Düsseldorfer Deckung auf den wuchtigen Stoßstürmer Mikael Ishak legen. Der 24-jährige Schwede rockt mit seinen Treffern aktuell die 2. Bundesliga, hat in den jüngsten elf Partien elf Treffer erzielt und führt die Torjägerliste an.

Der in Stockholm geborene Stürmer mit syrischen Wurzeln strotzt vor Selbstbewusstsein. Und er ist damit auf dem besten Weg zur Fußball-WM 2018 in Russland. Möglich, dass er am 23. Juni in Sotschi im Spiel der Vorrunden-Gruppe F gegen Deutschland antritt. Schwedens Nationaltrainer Janne Andersson hat den Stürmer in Diensten der Franken jedenfalls schon kontaktiert und verstärkt beobachten lassen. Vier Länderspiele hat der Rechtsfuß absolviert.

Bei den Franken schloss der Aramäer die Lücke, die der zum FC Schalke 04 gewechselte Guido Burgstaller hinterließ. Aus der Stammelf von Trainer Michael Köllner ist Ishak nicht mehr wegzudenken. Dabei galt der 1,85-Meter-Mann zunächst als Fehleinkauf. Ende Januar 2017, kurz vor dem Ende der Transferperiode, war er vom dänischen Erstligisten Randers FC nach Nürnberg gewechselt.

Dass er Tore schießen kann, hatte er zwar auf seiner vorherigen Station unter Beweis gestellt (34 Treffer in 78 Spielen), in Nürnberg aber traf er zunächst gar nicht, hatte bis zum sechsten Spieltag der laufenden Saison kein einziges Tor erzielt. So war es auch beim 1. FC Köln, für den er von 2012 bis 2013 gespielt hat. Mit 18 Jahren feierte er mit dem FC sein Bundesliga-Debüt, erzielte aber nicht ein Tor.

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Beim 6:1-Auswärtssieg der Nürnberger gegen den MSV Duisburg platzte der Knoten, der 24-Jährige traf gleich dreimal. Seitdem läuft es rund bei dem Schweden. Beim jüngsten 3:2-Erfolg in Braunschweig knipste er in der 69. und 83. Minute seine Saisontore zehn und elf, sorgte nach einem 1:2-Rückstand noch für den Dreier und setzte sich an die Spitze der Torjägerliste. Aber nicht nur als Vollstrecker glänzte Ishak, er lieferte seit dem sechsten Spieltag auch noch vier Assists.

 
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