| 19.01 Uhr

Fünfter Titel
Guardiola und ManCity feiern Meisterschaft auf der Couch

Manchester. Manchester City mit den deutschen Nationalspielern Ilkay Gündogan und Leroy Sane ist zum fünften Mal englischer Meister. Die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola profitierte am Sonntag von der überraschenden 0:1-Niederlage des Stadtrivalen Manchester United am gegen Schlusslicht West Bromwich Albion.

ManCity ist bei 16 Punkte Vorsprung fünf Spieltage vor Schluss nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen.

Pep Guardiola hatte sich zum Golf verabredet, Ilkay Gündogan drückte seinen alten Dortmunder Kumpeln vergeblich auf Schalke die Daumen: Als Manchester City ausgerechnet dank der Pleite des großen Rivalen ManUnited am Sonntagabend zum fünften Mal als Meister feststand, war die Belegschaft der Himmelblauen in halb Europa verstreut und stieß bestenfalls vor dem Fernseher an - England hatte seinen Freizeitmeister.

"Champion! Was für ein großartiges Gefühl. Ich bin so glücklich, eine weitere Trophäe mit den Fans zu teilen", verkündete Vincent Kompany, der Kapitän der Citizens und frühere HSV-Profi, und die Kollegen stimmten in den Sozialen Medien ein. Die Meisterparty fand quasi bei Twitter statt.

Fünf Tage nach dem bitteren Aus im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Liverpool war das rechnerisch perfekt, an dem eigentlich seit Monaten niemand mehr gezweifelt hatte. Die mit Abstand beste Mannschaft der Premier-League-Saison um die deutschen Leistungsträger Gündogan und Leroy Sane ist Meister, am fünftletzten Spieltag - früher schaffte dies in England noch keine Mannschaft.

ManCity hatte am Samstagabend 3:1 bei Tottenham Hotspur gewonnen, den Vorsprung auf 16 Punkte auf "Verfolger" ManUnited ausgebaut - und sich angesichts der sonntäglichen Aufgabe des Konkurrenten gegen Schlusslicht West Bromwich Albion auf eine Meisterfete am kommenden Sonntag daheim gegen Leicester eingestellt. Doch ein desaströser Auftritt des Stadtrivalen, der gegen West Brom im heimischen Old Trafford 0:1 verlor, machte rechnerisch für die Citizens frühzeitig alles klar.

ManCity, das so sehnlich auf den Triumph in der Champions League wartet, hatte zuvor 1937, 1968, 2012 und 2014 den nationalen Titel gewonnen. Für Guardiola ist es als Trainer der siebte Meistertitel in drei Ländern. 2009, 2010 und 2011 hatte der Katalane mit dem FC Barcelona in Spanien triumphiert, 2014, 2015 und 2016 mit dem FC Bayern in der Bundesliga.

Das entscheidende Tor im Old Trafford gegen einen ganz schwachen Rekordmeister ManUnited erzielte für West Brom Jay Rodriguez (73.) - der 28-Jährige war erst vom Freitag vom Verband FA vom Rassismus-Vorwurf freigesprochen worden.

Am Samstag hatten für City im Wembley-Stadion Gabriel Jesus (22.), Gündogan (25.) per Foulelfmeter und Raheem Sterling (72.) die Treffer erzielt. Christian Eriksen (42.) gelang für die Spurs der zwischenzeitliche 1:2-Anschlusstreffer.

Teammanager Jürgen Klopp hatte zuvor mit dem FC Liverpool einen großen Schritt in Richtung direkter Qualifikation für die Champions League gemacht, für Arsenal gerät derweil das Europapokal-Ticket zumindest über die Liga in Gefahr. Vier Tage nach dem Einzug ins Halbfinale der Königsklasse siegte Liverpool 3:0 (1:0) gegen den AFC Bournemouth. Arsenal verlor am Sonntag bei Newcastle United 1:2 (1:1).

(sid)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Manchester City zum fünften Mal englischer Meister


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.