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120 Millionen Euro Ablöse
Mourinho bestätigt Pogbas Rekordtransfer

Fotos: Pogba feiert Treffer gegen Island mit Dab-Geste
Fotos: Pogba feiert Treffer gegen Island mit Dab-Geste FOTO: afp
Manchester/Köln. Paul Pogba wechselt für die Weltrekordablöse von 120 Millionen Euro zu Manchester United. José Mourinho will Englands Rekordmeister mit aller Macht wieder zur Nummer eins in Europa machen.

Der Rekordtransfer ist nur noch Formsache. Mit dem irrwitzigen 120-Millionen-Wechsel von Paul Pogba wird Manchester United auf dem internationalen Spielermarkt in eine neue Dimension vorstoßen. Der englische Fußball-Rekordmeister pulverisiert mit der schier unglaublichen Ablöse für den 23-Jährigen von Juventus Turin die bisherige Höchstmarke. Gareth Bale war Real Madrid 2013 100,76 Millionen Euro wert.

Pogba soll im Old Trafford den von Teammanager José Mourinho weggeekelten Weltmeister Bastian Schweinsteiger ersetzen, der United nach nur einem Jahr wieder verlassen muss. Mourinho geht mit der Verpflichtung des EM-Finalisten seinen Weg konsequent weiter, an dessen Ende Manchester wieder die Nummer eins in Europa sein soll. Nach den Ausnahmespielern Zlatan Ibrahimovic (Paris St. Germain/ablösefrei) und Henrich Mchitarjan von Borussia Dortmund (42 Millionen Euro) ist Pogba die dritte Fußball-Größe, die künftig für die Red Devils spielen wird.

Nach dem 2:1-Sieg im Community Shield, dem englischen Supercup, gegen Meister Leicester City, bestätigte Mourinho den Transfer. "Endlich haben wir ihn", sagte der Portugiese: "Es ist toll, dass solch ein guter Spieler bei uns ist." Ein Sprecher von Juventus Turin hatte zuvor bestätigt, dass der Spieler die Erlaubnis von Juve erhalten habe, sich der medizinischen Untersuchung zu unterziehen.

Pogba, der bei der EM mehr mit seinen wechselnden Frisuren als durch spielerische Klasse auffiel, soll 275.000 Pfund pro Woche (knapp 330.000 Euro) verdienen. Er spielte bereits von 2009 bis 2012 in Manchester, das er im Streit mit Teammanager-Legende Sir Alex Ferguson verließ - ablösefrei!

Lange Zeit hatte sich Juve geziert, dem französischen Star die Freigabe für einen Wechsel auf die Insel zu erteilen. Der Vertrag mit Pogba, der 2015 maßgeblichen Anteil am Finaleinzug Turins in der Champions League hatte, lief noch bis 2019.

Doch nach wochenlangem Poker wurde die alte Dame offenbar schwach und stimmte schließlich dem Weltrekord-Transfer zu. Zuvor hatte Juventus für 90 Millionen Euro den argentinischen Torjäger Gonzalo Higuain vom SSC Neapel verpflichtet.

Der dunkelhäutige Franzose löst den Waliser Bale ab, der seit seinem Wechsel von Tottenham Hotspur zu den Königlichen teuerster Spieler war. Die Nummer drei der "ewigen" Liste ist Europameister Cristiano Ronaldo, der 2009 für 94 Millionen Euro von ManUnited zu den "Galaktischen" aus Madrid gewechselt war.

Teuerste deutsche Spieler sind Weltmeister Mesut Özil, der 2013 bei seinem Wechsel von Real zum FC Arsenal 50 Millionen Euro gekostet hatte, und Nationalspieler Leroy Sané, der für ebenfalls 50 Millionen Euro erst am Montag von Schalke 04 zu Manchester City ging.

Pogbas Berater Mino Raiola hat in diesem Sommer allein mit den Deals mit United eine zweistellige Millionensumme als Honorar eingestrichen. Auch Ibrahimovic und Mchitarjan arbeiten mit ihm zusammen. Immerhin musste sich der englische Rekordchampion bei den Verhandlungen nicht an neue Gesprächspartner als Vertreter der Starspieler gewöhnen.

(ems/sid)
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