1. Bundesliga 16/17
| 16.36 Uhr

"Stemmen Transfer alleine"
Werder holt Gnabry und dementiert Bayern-Beteiligung

Porträt: Serge Gnabry: deutscher Olympia-Star
Porträt: Serge Gnabry: deutscher Olympia-Star FOTO: dpa, crj jhe
Bremen. Der verwirrenste Transfer des Jahres ist unter Dach und Fach: Der Wechsel von Serge Gnabry vom FC Arsenal zum Bundesligisten Werder Bremen ist perfekt. Laut Werder ohne Beteiligung des FC Bayern.

Über die Laufzeit des Vertrags für das 21 Jahre alte Offensivtalent machte Werder keine Angaben. Die Ablösesumme soll nach Medienberichten bei fünf bis sechs Millionen Euro liegen. Gnabry, der in der vergangenen Saison leihweise für West Bromwich Albion spielte, hatte bei den Olympischen Spielen mit sechs Turniertoren auf sich aufmerksam gemacht.

Werder-Sportdirektor Frank Baumann bekräftigte, dass der Wechsel von Gnabry ausschließlich zwischen Arsenal und den Bremern vereinbart worden sei. Gerüchte, der deutsche Meister Bayern München wäre bei diesem Geschäft involviert gewesen, seien unwahr: "Wir waren liquide genug, um diesen Transfer alleine zu stemmen."

Am Dienstag war berichtet worden, der Rekordmeister werde Gnabry verpflichten und dann an Werder ausleihen. Am Mittwoch schrieb der "Kicker", die Bayern würden die Ablösesumme anstelle von Werder zahlen und sich dafür die Option auf Gnabry im kommenden Sommer sichern.

An der Weser soll der dribbelstarke Linksfuß den monatelangen Ausfall von Königstransfer Max Kruse (Außenbandriss im Knie) kompensieren. Auch die Bundesliga-Klubs Hertha BSC, RB Leipzig und FSV Mainz 05 sollen an Gnabry interessiert gewesen sein.

"Die große Bühne Olympia hat mir Rückenwind gegeben. Werder ist nicht optimal in die Saison gestartet, aber ich denke, dass die Mannschaft Potenzial hat. Ich denke, ein Platz im oberen Mittelfeld ist drin", sagte Gnabry.

In Bremen erhält Gnabry das Trikot mit der Rückennummer 29. Die Nummer trug bei Werder einst auch sein bisheriger Arsenal-Kollege Per Mertesacker, mit dem sich die Bremer Verantwortlichen über den Transfer ausgetaucht hatten. "Ich habe auch mit Per und Mesut Özil gesprochen, die letzte Entscheidung habe aber ich getroffen", sagte Gnabry. Er reiste nach der Präsentation sofort zurück nach Kassel zur U 21-Nationalmannschaft, für die er in den nächsten Tagen zwei Länderspiele bestreiten soll.

(sid/dpa)
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