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Löw ist mit Auslosung zufrieden
"Die Gruppe wird spannend werden"

"Interessante Gruppe mit reizvollen Aufgaben"
"Interessante Gruppe mit reizvollen Aufgaben"
Moskau. Die Planung kann beginnen. Weltmeister Deutschland trifft bei der WM 2018 in Russland in der Vorrunde auf Mexiko, Schweden und Südkorea. Bundestrainer Joachim Löw reagiert gelassen auf die Auslosung.

Die Duelle in Gruppe F finden in Moskau im Luschniki-Stadion, in Sotschi und Kasan statt. Als Gruppensieger würde der Weg des Titelverteidigers zum fünften Stern über Sankt Petersburg und Samara zu Halbfinale und Endspiel zurück ins Luschniki führen. 

Joachim Löw, bei der WM 2018 geht es in der Vorrunde gegen Mexiko, Schweden und Südkorea - zufrieden?

Joachim Löw Erschrocken bin ich sicher nicht, aber die Gruppe ist nicht ohne. Mexiko hat wahnsinnig gutes Niveau, technisch und taktisch. Schweden hat Italien rausgekegelt, ist auch nicht zu verachten. Die Gruppe wird schon spannend werden.

Der Auftakt gegen Mexiko steigt im Moskauer Luschniki-Stadion, wo am 15. Juli auch das Endspiel stattfindet. Kommt da gleich WM-Stimmung auf?

Löw Ja, das ist etwas Besonderes in Moskau, und Mexiko ist ein super Auftaktgegner, den keiner auf die leichte Schulter nehmen kann. Beim Confed Cup haben wir zwar 4:1 gewonnen, aber diese Mannschaft hat uns in Schwierigkeiten gebracht mit ihrer Variabilität und Flexibilität.

Da kann Ihre Mannschaft gleich auf Betriebstemperatur kommen...

Löw Das erste Spiel ist für alle nicht so einfach, man muss den ersten Schritt erst mal machen nach der Vorbereitung. 2014 hatten wir einen super Start, auch 2010, aber in den zweiten Spielen sind wir ein bisschen gestrauchelt. Man weiß als Trainer: Man muss sich steigern können im Laufe des Turniers.

Das Duell mit Schweden findet in Sotschi statt. Geht damit Ihr Herzenswunsch mit dem Quartier am Schwarzen Meer in Erfüllung?

Löw Ich weiß nicht, ob das mein Herzenswunsch ist, es war im Sommer (beim Confed Cup, d.Red.) mal eine gute Geschichte. Wir werden jetzt in Ruhe die Dinge durchgehen, sehen, welche Wege es weiter gibt, und zeitnah entscheiden. Aber Moskau, Sotschi und Kasan sind als Spielorte schon mal ganz okay für uns, wir vermeiden einen langen Flug nach St. Petersburg.

Könnte es im Turnierverlauf einen Quartierswechsel geben?

Löw Das ist bislang nicht angedacht, aber das ist alles Spekulation, wir haben noch keine Entscheidung getroffen. Wir haben uns darüber bislang noch keine Gedanken gemacht.

Gegen Schweden gab es 2012 das legendäre 4:4 nach 4:0-Führung...

Löw Diesmal wollen wir 5:0 führen, damit wir sicher sind. Die sind gefährlich. Schweden hat eine gute Organisation, Disziplin, Abwehrstärke, kann sehr gut verteidigen.

Und Südkorea?

Löw Südkorea läuft einfach viel, die Spieler sind diszipliniert, und die laufen, wenn es sein muss, so viel in einem Spiel, wie normalerweise in zwei Spielen gelaufen wird.

Bei optimalem Verlauf geht Ihre Mannschaft bis zum Halbfinale einigen Favoriten aus dem Weg. Hatten Sie Losglück?

Löw Das denken Sie! Aber Belgien zum Beispiel hat eine super Mannschaft mit super Spielern. Wenn man ins Finale will, muss man aber auf jeden Fall zwei, drei Favoriten aus dem Turnier werfen.

Wo sehen Sie Fallstellen?

Löw Wenn man glaubt, dass man gegen Schweden oder Südkorea mit 80, 90 Prozent bestehen kann. Diese Mannschaften kämpfen mit allem, was sie haben, ums Achtelfinale. Man muss in jedem Spiel bereit sein, das ist die Lehre, die ich gezogen habe.

(sid)
 
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