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Doping-Diskussion in der Leichtathletik
Sprinter Reus über Dopingsünder Gatlin "verwundert"

Porträt: Julian Reus: Deutschlands Rekord-Sprinter
Porträt: Julian Reus: Deutschlands Rekord-Sprinter FOTO: dpa, lix hak jai
Peking. Der deutsche 100-Meter-Rekordhalter Julian Reus hat Zweifel an den guten Zeiten des amerikanischen Sprint-Jahresbesten Justin Gatlin geäußert.

"Bei Gatlin verwundert es mich, dass ein Athlet, der nachweislich Doping-Mittel genommen hat und über einen längeren Zeitraum gesperrt war, zurückkommt und sogar noch schneller läuft als in der Zeit, wo er gedopt war", sagte der 27-Jährige vom TV Wattenscheid der am Mittwoch erscheinenden "Sport Bild".

Der zweimal wegen Dopings gesperrte Amerikaner ist in diesem Jahr mit 9,74 Sekunden der schnellste Mann über die 100 Meter und mit Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika Topfavorit bei der am Freitag beginnenden Leichtathletik-WM in Peking.

Diskus-Weltmeister Robert Harting, der seine WM-Teilnahme verletzt abgesagt hat, sieht Gatlin ebenfalls kritisch: "Er war zweimal wegen Dopings gesperrt, und ich glaube nicht, dass bei ihm ein Lerneffekt eingesetzt hat."

(dpa)
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