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Lokalsport
Turu-Spieler feiern die alten Zeiten

Düsseldorf. Bei den Fußball-Pfingstturnieren der 1970er-Jahre maßen sich die Junioren des Oberbilker Klubs mit den ganz großen Vereinen der Szene. Am Freitag treffen sich einige Veteranen jener Zeit im Turu-Klubhaus. Von Manfred Johann

Über mehr als 30 Jahre war das Internationale Fußball-Pfingstturnier für Juniorenmannschaften der Turu, das bis heute unweigerlich mit dem Namen seines Gründers Karl Hassels in Verbindung gebracht wird, aus dem Sportkalender der Landeshauptstadt nicht wegzudenken. Eine ganze Reihe von Jugendspielern des Oberbilker Vereins schaffte über die Teilnahme am Turnier den Sprung in höhere Spielklassen.

Torhüter Fritz Ewert begann seine Karriere, die ihn später als Torhüter in die Bundesliga zum 1. FC Köln und in die Nationalmannschaft führte, an der Feuerbachstraße. Uwe Hagemes, bei Fortuna Zweitligaspieler, Hans-Werner Moors (Preußen Münster und Arminia Bielefeld) und Fortunas isländischer Nationalspieler Atli Edvaldson sind weitere Beispiele aus der Talentschmiede in Oberbilk. Allein schon die Namen der teilnehmenden Vereine zeigt die Bedeutung des Turniers: Hamburger SV, Bayern München, 1. FC Köln, Schalke 04, CF Valencia, Ajax Amsterdam oder Derby County.

Unvergessen ist zudem die Episode, als Trainer Hennes Weisweiler einen gewissen Allan Simonsen auf der Tribüne des Turu-Stadions seinen ersten Profivertrag für Borussia Mönchenglabach unterschreiben ließ. Ein paar Jahre später wurde der Däne, längst Stürmerstar in der Fohlen-Elf, zu Europas Fußballer des Jahres gewählt.

Was muss das also auch im Jahr 1973 für die Turu-Junioren für ein Erlebnis gewesen sein, als sie zusammen mit Seniorenspielern der ersten und zweiten Mannschaft in die Turnierauswahl ihres Vereins berufen wurden. Unter ihnen waren einige, die bereits 1971 ein besonderes Ereignis feiern konnten. Auf dem Sportplatz von Schwarz-Weiß 06 im Volksgarten hatten sie als B-Jugendliche das Qualifikationsspiel zur gerade neu eingerichteten Niederrheinliga gewonnen. Der Erfolg wurde für die Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Ramrath noch schöner dadurch, dass ihr Gegner, den sie mit 4:2 besiegten, die Fortuna war. Ein Turu-Akteur von damals hat noch eine zusätzliche Erinnerung an die Partie. "Mein Gegenspieler bei Fortuna war Bernd Vittinghoff", erzählt Manfred Stephan. Damals ahnte Stephan, der später Chirurg wurde und Vorstandsmitglied beim Nachbarklub Schwarz-Weiß war, noch nicht, dass sein Kontrahent es bei Preußen Münster, Fortuna Köln und SC Charlottenburg Berlin von 1980 bis 1985 zu 139 Einsätzen in der 2. Bundesliga bringen sollte. Vittinghoff, der aktuell Turus A-Jugend trainiert, schoss in diesem Zeitraum 35 Tore. "Von unserem Team haben es Dieter Krieger und Michael Schwickert in höhere Ligen geschafft", ergänzt Stephan.

Eingeladen hat Stephan alle aus jener Zeit, an die er sich erinnern konnte, sich am Freitag ab 19 Uhr im Klubhaus der Turu zu treffen. "Ich habe mehr als 30 angeschrieben, die entweder am Aufstieg beteiligt waren oder danach in der Niederrheinliga gespielt haben", sagt er. "Ich bin gespannt, wer von ihnen kommt und wen ich nach 43 Jahren überhaupt wiedererkenne."

Quelle: RP
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