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Lokalsport
"Olympia muss von unten her kommen"

Lokalsport: "Olympia muss von unten her kommen"
Mit Vollgas Richtung Olympische Spiele 2032: Die Initiative aus dem Rhein-Kreis und Minister Lutz Lienenkämper (3.v.r), der Unterstützung signalisierte. FOTO: Woitschützke Andreas
Rhein-Kreis. PSB und Rhein-Kreis appellieren an Landesregierung, sich für Olympia an Rhein und Ruhr einzusetzen

Die Gelegenheit war günstig: Vor Beginn der Wohltätigkeitsgala traf sich das Präsidium der Partner für Sport und Bildung (PSB) mit NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper. Allerdings ging es dabei nicht um Geld, sondern um einen Appell: Den, die Olympischen Sommerspiele 2032 in die Rhein-Ruhr-Region zu holen.

"Wir appellieren, alles dafür zu tun, die einmalige Chance zu ergreifen und unsere Region als idealen Austragungsort zu positionieren", heißt es in dem Lienenkämper überreichten Schreiben, das die Unterschrift von PSB-Präsident Christoph Buchbender und seinen beiden Stellvertretern, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz, von Jürgen Brüggemann, dem Geschäftsführer der Sportstiftung NRW, aber auch von prominenten Sportlern wie Fecht-Weltmeister Nicolas Limbach und den Ski-Ikonen Rosi Mittermaier und Christian Neureuther trägt. "Mit unserem Engagement legen wir ein deutliches Bekenntnis zur olympischen Idee ab. Viele Leistungssportler haben hier ihre Heimat und hätten es verdient, Spiele vor der Haustür zu erleben", erläutert Jürgen Steinmetz die Idee hinter dem Brief, "wir können dafür ja nicht immer bis Peking oder Rio de Janeiro fahren."

Dass ein Großteil der Bevölkerung Olympischen Spielen in Deutschland skeptisch bis ablehnend gegenübersteht, dessen sind sich die Initiatoren bewusst. Deshalb sagt Christian Neureuther: "Olympia muss von unten her kommen, von den Sportlern und den Bürgern und nicht von den Funktionären. So ein Brief ist da ein erster richtiger Schritt." Die Sportfunktionäre hätten sich zu weit von der Basis entfernt, auch IOC-Präsident Thomas Bach, "in den wir einst große Hoffnungen gesetzt haben. Doch er ist nur Teil des Systems, und das System von IOC bis FIFA ist korrupt."

Nach dem abgelehnten Olympiavotum in München hätten "die Rosi und ich" sogar auswandern wollen, "weil unsere Freunde und Nachbarn in Garmisch gegen Olympia gestimmt haben." Aber dann sei ihnen klar geworden: "An diesem Ergebnis sind ja nicht die Freunde und Nachbarn schuld, sondern die Funktionäre." Klare Worte.

(-vk)
 
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