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Formel 1
Schumacher schon wieder Geld-Meister

Was die Formel-1-Piloten 2010 verdienen
Was die Formel-1-Piloten 2010 verdienen FOTO: AFP
Melbourne (RPO). Michael Schumacher ist gleich nach seiner Rückkehr in die Formel 1 wieder der Champion. Jedenfalls, wenn es um den Verdienst der Piloten geht. Auf mehr als 20 Millionen Euro werden die Einnahmen des siebenmaligen Weltmeisters in diesem Jahr geschätzt; etwa zwölf Millionen kommen von Arbeitgeber Mercedes, weitere acht Millionen häufen sich durch Sponsorengelder an.

Laut "Bild"-Zeitung soll Schumacher in den kommenden drei Jahren bei den Silberpfeilen sogar knapp 75 Millionen Euro kassieren. Der Autokonzern aus Stuttgart will angesichts der Wirtschaftskrise die Angestellten nicht verärgern und spricht deshalb offiziell von einer Gage von "nur" sieben Millionen Euro. Eine Summe, die bei einem Schumacher aber wenig glaubhaft erscheint.

Trotz drei Jahren Pause hängt Millionen-Mann Schumacher beim Geldverdienen alle Rivalen ab. Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso, Sieger des Auftaktrennens in Bahrain, konnte bei Ferrari finanziell zwar alle Forderungen durchsetzen, doch an Schumacher kommt der Spanier nicht vorbei: Inklusive Werbung soll Alonso 18 Millionen einstreichen. Der vom Automobil-Weltverband FIA so sehnlichst gewünschte Sparkurs der Teams sieht anders aus.

Nur Woods reicher als Schumi

Schumacher, der beim zweiten Saisonrennen am Sonntag (8.00 Uhr MESZ/Live-Ticker) in Melbourne mit einen Platz auf dem Podium wohl zufrieden wäre, hat inzwischen ein Privatvermögen von angeblich knapp 500 Millionen Euro angehäuft. Übertroffen wird er nur von Golf-Superstar Tiger Woods, der als erster Sportler die Milliarden-Dollar-Schallmauer durchbrochen hat.

Auf der Rennstrecke war er in der vergangenen Saison schon der Aufsteiger des Jahres, und jetzt machte Sebastian Vettel auch in der Geldrangliste den größten Sprung. Mit zwölf Millionen Euro schob sich der WM-Zweite vom 14. auf den sechsten Platz nach vorne und ist nun hinter Schumacher der deutsche Krösus. Ebenso wie sein Jugend-Idol hat sich der 22-Jährige vor kurzem ein traumhaftes Anwesen in der Schweiz zugelegt.

Vettel lässt damit auch beim Geldverdienen seinen erfahrenen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber deutlich hinter sich. Der 33 Jahre alte Australier ist mit einem Einkommen von sieben Millionen Euro die Nummer acht der Geldrangliste.

Hamilton fällt zurück

Der letztjährige Top-Verdiener Lewis Hamilton ist nach seiner Lügen-Affäre und dem verlorenen WM-Titel auf die dritte Position zurückgefallen. Seine Gesamteinnahmen von rund 16 Millionen Euro können sich dennoch sehen lassen. Damit hat der Brite die Nase vor seinem neuen Teamkollegen und Landsmann Jenson Button, der als amtierender Weltmeister 3,5 Millionen weniger verdient und im Ranking Fünfer ist.

Etwas weniger als im Vorjahr erhält Nico Rosberg, der beim neuen Mercedes-Werksteam im November als erster deutscher Silberpfeil-Pilot seit 55 Jahren anheuerte. Da ahnte der Blondschopf allerdings noch nicht, dass Michael Schumacher sein Teamkollege sein wird. Mit sechs Millionen Euro schaffte der 24-Jährige als Neunter noch den Sprung unter die Top Ten. Und beim Saisonstart in Bahrain war Rosberg als Fünfter immerhin einen Platz besser als Schumacher.

Timo Glock (Wersau) hat nach dem Aus seines Ex-Arbeitgebers Toyota beim Virgin-Team des Milliardärs Sir Richard Branson eine neue Anstellung gefunden. Finanziell ändert sich bei Einnahmen von 2,5 Millionen Euro aber nicht viel. Adrian Sutil (Gräfelfing) muss bei Force India mit 1,7 Millionen Euro auskommen.

Deutsches Schlusslicht ist Nico Hülkenberg (Emmerich), der in seinem ersten Formel-1-Jahr bei Williams eine Million Euro einnimmt. Das Geld könnte sich bei entsprechendem Erfolg allerdings schnell vermehren, denn Hülkenbergs Manager ist Willi Weber, und der Mann hat bekanntlich Michael Schumacher schon zu Ruhm und Reichtum geführt.

Die Top Ten der Geld-Rangliste sowie die Verdienste der deutschen Piloten sehen Sie hier.

(SID/seeg)
 
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