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Bayer Leverkusen
Geldregen für Bayer durch Transfers von Milik und Sané

Bayer 04 Leverkusen kassiert dank Leroy Sané und Arkadiusz Milik ab
Arkadiusz Milik wechselt von Ajax Amsterdam zum SSC Neapel. FOTO: afp
Düsseldorf. Bayer 04 profitiert finanziell vom Transfer von Leroy Sané vom FC Schalke 04 zu Manchester City. Durch einen Verkauf des Youngsters nach England kassiert Bayer knapp 375.000 Euro. Und auch Arkadiusz Milik spült dem Werks-Klub noch einmal Geld in die Kassen.

Das Ganze fungiert als Ausbildungsentschädigung und fließt den Leverkusenern deswegen zu, weil Sané drei Jahre Jahre (2008-2011) in der Jugend bei Bayer 04 aktiv war. Der sogenannte Solidaritätsmechanismus im Regelwerk der Fifa sorgt dafür, dass Vereine, für die ein Spieler zwischen dem zwölften und 23. Geburtstag gespielt hat, bei einem internationalen Wechsel des Spielers prozentual an der Transfersumme beteiligt werden. Für Spielzeiten zwischen dem zwölften und 15. Lebensjahr sind es je 0,25 Prozent, zwischen dem 16. und 23. Lebensjahr je 0,5 Prozent.

Die Ausbildungsentschädigung sieht daher im Fall Sané vor, dass Bayer 04 insgesamt 0,75 Prozent von der Ablöse, die Manchester für Sané zahlen würde, zustehen. Bei einer kolportierten Ablöse von 50 Millionen Euro sind das 375.000 Euro. 

Bayer kassiert über fünf Millionen für Milik

Noch lohnender scheint da das Geschäft mit Arkadiusz Milik zu sein. Wie bereits berichtet hat der Werks-Klub sich in weiser Voraussicht eine Beteiligung an einer künftigen Ablöse in den Vetrag schreiben lassen. Diese Klausel beschert Bayer nun einen warmen Geldsegen.

EM-Teilnehmer Milik wechselt von Ajax Amsterdam zum italienischen Vizemeister SSC Neapel. 16 Prozent der Ablöse für den Polen erhält der Bundesligist – das wären bei kolportierten 35 Millionen Euro immerhin 5,6 Millionen Euro. Milik soll bei Neapel den zum Ligakonkurrenten Juventus Turin gewechselten Torjäger Gonzalo Higuain ersetzen. 

Ärgern darüber, dass man einen potenziellen Star preiswert hat ziehen lassen, muss sich Bayer 04 also nicht. Dank geschickter Vertragsgestaltung bringt Milik dem Verein zumindest wirtschaftlichen Ertrag.

2013 hatte Bayer den jungen Angreifer für 2,6 Millionen von Gornik Zabrze verpflichtet. Völler schwärmte seinerzeit von "Polens vielleicht größtem Talent".

Bei Bayer kam Milik jedoch nur zu 92 Einsatzminuten und blieb ohne Tor. Auch beim FC Augsburg, wohin Milik zwischenzeitlich ausgeliehen war, konnte er nicht Fuß fassen. Nach nur sechs Bundesligaspielen in Leverkusen sowie 18 Einsätzen und zwei Toren in Augsburg war das Abenteuer Bundesliga beendet.

Anschließend wurde der polnische Nationalstürmer zum niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam verliehen. Die Niederländer zogen 2015 ihre Kaufoption und verpflichteten den Polen fest für rund drei Millionen Euro (Vertrag bis 2019). Nun kommen nochmal fünf Millionen dazu. 

(old)
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