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Bayer Leverkusen
Leno hat sich auf den Zettel von Real gespielt

Porträt: Bernd Leno – Leverkusener Torwart-Juwel mit DFB-Ehren
Porträt: Bernd Leno – Leverkusener Torwart-Juwel mit DFB-Ehren FOTO: dpa, bt hak
Leverkusen. Bernd Leno und Timo Horn sind neben Marc-André ter Stegen Deutschlands Torhüter der Zukunft. Am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) stehen sie sich mit ihren Vereine Bayer Leverkusen und 1. FC Köln in Müngersdorf gegenüber. Von Stefanie Sandmeier

Maximal 34 Gegentore – eines pro Spiel – hatte sich Bernd Leno im Sommer als Limit für diese Bundesliga-Saison gesetzt. Nach 29 Partien sind es 31. Der Torhüter von Bayer Leverkusen nährt mit seiner bestechenden Form die Hoffnung, dass der 23-Jährige sein Ziel erreichen wird. Denn zu den 20 Gegentoren nach der Hinrunde sind seit Januar erst elf hinzugekommen, davon fünf beim 4:5 gegen den VfL Wolfsburg. Bis zum 28. Spieltag blieb Leno sogar 527 Minuten ohne Treffer. Damit ist er der Bayer-04-Torhüter mit der längsten Serie ohne Gegentor.

Seine Leistungen machen Leno begehrt. Der 23-Jährige verfügt bereits über die Erfahrung von 123 Bundesliga-Einsätzen sowie 26 Champions-League-, und sechs Europa-League-Spielen. Binnen vier Jahren entwickelte sich der gebürtige Bietigheimer vom dritten Torhüter beim VfB Stuttgart zum Stammkeeper in Leverkusen. Sportchef Rudi Völler holte Leno als 19-Jährigen für den verletzten René Adler. "Binnen drei Tagen stand ich in der Startelf, einen Monat später spielte ich zum ersten Mal gegen den FC Chelsea", erinnert sich der Keeper.

Leno auf dem Zettel von Real

Bayer 04 kaufte ihn für 7,5 Millionen. Lenos Marktwert ist in den zweistelligen Millionenbereich gestiegen. Inzwischen soll Real Madrid Interesse an dem Schwaben haben, den Völler als "klare Nummer zwei in Deutschland hinter Manuel Neuer" sieht. Auch Trainer Roger Schmidt wirbt für ihn: "Ich schätze an ihm, dass er in hektischen Phasen Sicherheit ausstrahlt und den Überblick behält." Mentale Stärke ist das Stichwort. "Vielleicht ist das meine große Stärke, dass mich Patzer nicht in Krisen stürzen, sondern ich mein Spiel weiter durchziehe. Wenn du nach 20 Minuten eine Gurke fängst, muss es ja weitergehen."

Leverkusen fährt mit dem Selbstbewusstsein von sieben Siegen in Serie nach Köln. Die letzten drei Heimspiele gewann Bayer 04 mit 4:0. "Vor allem die Partien gegen Hamburg und Hannover waren heftig. Wenn 40 Spiele in der Saison so wären, und ich so wenig zu tun hätte, würde es mir weniger Spaß machen", sagt Bernd Leno. "Manuel Neuer kennt dieses Problem bei vielen Heimspielen. Aber das ist die Kunst, in dem einen Moment, in dem es drauf ankommt, da zu sein."

Das Porträt von Kölns Keeper Timo Horn lesen Sie hier!

Quelle: RP
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