1. Bundesliga 16/17
| 10.44 Uhr

Was passiert mit den Hummels-Millionen?
BVB bastelt ohne "Denk-Limits" am neuen Kader

Social Media: Mats Hummels wechselt zum FC Bayern München: Twitter-Reaktionen
Social Media: Mats Hummels wechselt zum FC Bayern München: Twitter-Reaktionen
Dortmund. Borussia Dortmund hat wie befürchtet Kapitän Mats Hummels verloren - und überlegt nun, welchen Nachfolger es für die stolzen 38 Millionen holt.

Die Ansage von Hans-Joachim Watzke ist klar und kämpferisch. Borussia Dortmund werde in der kommenden Saison "eine Top-Mannschaft" aufbieten, verspricht der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, "die mindestens so gut ist wie diese". Den Kampf um Kapitän und Abwehrchef Mats Hummels hat der BVB zwar gegen die scheinbar übermächtigen Bayern aus München verloren, die Waffen strecken will Watzke aber nicht.

Mit den mindestens 38 Millionen für Hummels in der Kasse, dazu den Einnahmen für die Rückkehr in der Champions League kann der BVB nun munter auf Shoppingtour gehen. Bei der Suche nach Nachfolgern gebe es "keine Denk-Limits", sagte Watzke den "Ruhr Nachrichten". Er halte aber "nichts davon, so etwas anzukündigen. Wir haben aber in der Vergangenheit bewiesen, dass nicht immer die teuerste Lösung die beste ist. Mats selbst ist ja ein gutes Beispiel". Den heute 27-Jährigen hatte der BVB vor achteinhalb Jahren zunächst für 250.000 Euro geliehen und später für weitere 4,2 Millionen gekauft. Nun erhalten sie mehr als das Siebenfache zurück.

Da sich Hummels' Abschied bereits abgezeichnet hatte, ist der BVB bestens vorbereitet. Und Watzke verweist auch immer wieder darauf, "dass wir stets Lösungen gefunden haben". Für den Job als "neuer Hummels" ist Leverkusens Ömer Toprak (26), der laut "kicker" eine erst 2017 greifende Ausstiegsklausel über zwölf Millionen hat, der Top-Kandidat. Die Bayer-Verantwortlichen betonen, keinen Leistungsträger abgeben zu wollen. Weltmeister Shkodran Mustafi (24/FC Valencia) steht auf dem Zettel, der österreichische Nationalspieler Aleksandar Dragovic (25/Dynamo Kiew) sagte im Interview mit coal.com über den BVB: "Reizvoll wäre es auf jeden Fall." Auch die Namen von Raphael Varane (23/Real Madrid), Niklas Süle (20/1899 Hoffenheim) oder Kalidou Koulibaly (24/SSC Neapel) fallen.

BVB steht zu Gündogan

Wie viele Spieler der BVB darüber hinaus verpflichten wird, hängt von den Abgängen ab. Nationalspieler Ilkay Gündogan hat Watzke nach dessen schwerwiegender Verletzung die Tür für eine langfristige Vertragsverlängerung wieder geöffnet. "Er weiß, dass wir zu ihm stehen", erklärte der 56-Jährige: "Es gibt zwei Modelle, die mit Ilkay schon lange besprochen sind. Entweder er wechselt. Oder er bleibt und verlängert. Dann aber langfristig." Eine erneute Verlängerung um ein Jahr mit dem Mittelfeldspieler, der im Vorjahr schon seinen Abschied verkündet hatte und nun mit Manchester City einig war, schloss er damit aus.

Mit Henrich Mchitarjan will der BVB die Verhandlungen wieder aufnehmen, nachdem sein Berater aus dem Urlaub zurück ist. Der hatte den unter dem neuen Trainer Thomas Tuchel aufgeblühten Armenier offenbar bei manchen Klubs offensiv angeboten. Watzke hatte zuletzt versichert, dass auf keinen Fall alle drei umworbenen Stars - Hummels, Gündogan und Mchitarjan - den Verein im Sommer verlassen werden.

Verpflichtet haben die Westfalen bisher Mikel Merino (19/Mittelfeld) von CA Osasuna, auch das 18 Jahre alte Offensivtalent Ousmane Dembélé von Stade Rennes wird wohl kommen. "Ich weiß, wohin ich gehe", sagte dieser zu France Ouest und bestätigte, dass sein Ziel nicht der englische Meister Leicester City sein wird.

(sid)
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