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Champions League
Darum kommen die Bayern weiter

Abschlusstraining mit Lewandowski, Hummels und Boateng
Abschlusstraining mit Lewandowski, Hummels und Boateng FOTO: rtr, MDA/DAM
Düsseldorf. Der FC Bayern München steht am Dienstagabend im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League bei Real Madrid mit dem Rücken zur Wand. Erstmals seit 2011 könnte der deutsche Rekordmeister das Halbfinale der Königsklasse verpassen. Doch es gibt auch Gründe, weshalb es für die Bayern nach dem 1:2 im Hinspiel doch noch klappen könnte. Von Stephan Seeger

Lewandowski ist wieder fit Ohne den Polen sind die Bayern einfach nicht die Bayern. 26 Saisontore hat Lewandowski in der Bundesliga bereits erzielt, im Hinspiel in München wurde er von einer Schulterverletzung ausgebremst und konnte nicht spielen. Und Lewandowski wurde schmerzlich vermisst. Den Bayern fehlte in der Sturmspitze ein Spieler, der die Bälle festmacht und sich gegen den zweikampfstarken Sergio Ramos durchsetzen kann. Thomas Müller hat zwar auch seine Qualitäten, allerdings waren dies nicht die richtigen für einen Gegner wie Real. Lewandowski wird dem Spiel der Bayern gut tun und ist immer brandgefährlich. Das weiß auch Real. "Dass Lewy wieder mitspielt, hilft uns. Er gibt uns einfach mehr Vertrauen", sagte Ancelotti auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Und: In Keylor Navas hat Real einen Keeper zwischen den Pfosten, der nicht immer sicher wirkt.

Abwehrprobleme behoben? Sorgen macht Ancelotti die Abwehr-Formation. Javi Martínez fehlt wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Hinspiel. Jerome Boateng plagt sich nach gerade überstandener schwerer Adduktorenverletzung erneut mit Problemen an der Leiste. Mats Hummels plagt noch immer eine Sprunggelenkverletzung. Aber: Die beiden Nationalverteidiger waren beim Abschlusstraining am Ostermontag dabei, ein Einsatz entscheidet sich wohl kurzfristig. Sollten beide nicht zur Verfügung stehen, muss Ancelotti David Alaba und Joshua Kimmich ins Deckungszentrum stellen – zwei ungelernte Kräfte gegen die zumindest teuerste Offensivreihe der Welt. In Leverkusen übte der italienische Coach diesen Ernstfall für ein paar Minuten. In Madrid wird es für die Abwehr allerdings deutlich mehr Arbeit geben als beim Bundesliga-Gastspiel in der BayArena. Bereits im Hinspiel geriet die Münchner Defensive mächtig durcheinander.

Bale und Pepe fehlen Real Madrid muss im Rückspiel neben Abwehrspieler Pepe auch auf Gareth Bale verzichten. Der Waliser klagt über Wadenprobleme, ein Einsatz gegen die Bayern wäre ein zu großes Risiko. Pepe fehlt weiterhin, nachdem er sich im Derby gegen Atlético Madrid nach einem Zusammenprall mit Toni Kroos einen doppelten Rippenbruch zugezogen hatte.

Manuel Neuer Im Hinspiel zeigte der Nationaltorhüter einmal mehr, wieso er der beste Keeper der Welt ist. Mit unzähligen Paraden bewahrte er die Bayern vor einer höheren Niederlage und ließ dem Rekordmeister so einen Funken Resthoffnung für das Rückspiel. Noch so eine Leistung in Madrid, und Neuer könnte einmal mehr zum Helden werden. Dafür müssen die Bayern aber mindestens zwei Tore erzielen.

Der Fluch des Titelverteidigers Noch nie hat eine Mannschaft ihren Titel in der Champions League erfolgreich verteidigt, die Madrilenen wollen das als erstes Team schaffen. "Eine tolle Mannschaft, gegen die wir spielen, aber auch tolle Mannschaften verlieren manchmal", sagte Rummenigge. Warum sollte der Traum von der Titelverteidigung nicht schon im Viertelfinale platzen?

Bayerns Spanien-Bilanz Seit dem Münchner Champions-League-Triumph 2013 war immer gegen Klubs aus Spanien Endstation. Dieses Alptraum-Triple reicht. Nach dem K.o. gegen Real (2014), Barcelona (2015) und Atlético (2016) soll der Spanien-Fluch diesmal enden.

(seeg)
 
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