1. Bundesliga 16/17
| 21.08 Uhr

2:3-Heimpleite
Bilbao schockt Augsburg mit zwei späten Treffern

Augsburg - Bilbao
Augsburg - Bilbao FOTO: afp, cs/ej
er FC Augsburg steht vor dem Ende seines ersten Europa-League-Abenteuers. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl unterlag am vorletzten Spieltag in der Gruppe L dem Tabellenführer Athletic Bilbao durch zwei späte Tore mit 2:3 (1:1) und kann sich vermutlich bald auf ihren Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga konzentrieren. Bei Partizan Belgrad hilft am 10. Dezember nur noch ein hoher Sieg, um das Aus zu verhindern.

Die technisch versierten Basken gingen in der 10. Minute durch den quirligen Markel Susaeta in Führung. Für die lange nach ihrer Linie suchenden Augsburger glich Ex-Nationalspieler Piotr Trochowski in der 41. Minute aus, der eingewechselte Raul Bobadilla (59.) brachte die Schwaben sogar in Führung. Doch Bilbaos Aritz Aduriz (83./86.) sorgte mit einem späten Doppelpack noch für die Wende. Bilbao hat damit vorzeitig die K.o.-Phase erreicht.

"Es war ein geiler Fight. Wir sind enttäuscht, dass wir das noch aus der Hand gegeben haben", sagte Augsburgs Daniel Baier: "Jetzt haben wir ein brutales Endspiel in Belgrad. Wir wollen in der Europa League überwintern, aber es wird sehr, sehr schwer."

Zwar hatten die Schwaben durchweg betont, dass angesichts der prekären Lage in der Bundesliga das Heimspiel am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg (17.30 Uhr/Live-Ticker) Priorität genieße. Trotzdem dürfte Weinzierl überhaupt nicht gefallen haben, was er in der Anfangsphase von seiner Mannschaft geboten bekam.

Bilbao hatte vor 23.741 Zuschauern zu Beginn nahezu in allen Belangen Vorteile. Die Basken waren aggressiver, gedankenschneller, kombinierten besser und hatten zudem, wie Susaeta bei seinem platzierten Flachschuss ins linke untere Eck, auch die nötige Zielstrebigkeit.

Weinzierl hatte mit seiner Aufstellung dokumentiert, wie sehr bereits das Bundesligaspiel am Sonntag sein Denken bestimmte. Fünf Veränderungen im Vergleich zum überzeugenden 4:0 beim VfB Stuttgart nahm der Coach vor, in Raul Bobadilla, Ja-Cheol Koo oder Caiuby saßen einige Leistungsträger zunächst auf der Bank.

Die neu formierte Elf fand sich nach einer Viertelstunde etwas besser zurecht und Verteidiger Christoph Janker (19.) hatte dann auch die erste echte Torchance. Bilbao nahm nun etwas Tempo heraus und agierte ein Stück defensiver. Augsburg hatte dadurch zwar mehr Ballbesitz, Herr der Lage schien aber weiterhin das Team von Trainer Ernesto Valverde zu sein. Trochowskis Treffer, den Bilbaos Aymeric Laporte mit seinem Knie unterstützte, war entsprechend glücklich.

Mit zuletzt zwei Siegen gegen AZ Alkmaar (1:0, 4:1) hatte sich der FCA die Chance auf die nächste Runde erhalten - und nach der Pause kämpfte die Weinzierl-Elf vehement darum, diese Chance beim Schopfe zu packen. Erst hatte der Südkoreaner Dong-Won Ji (51.) allein vor Bilbaos Tor eine dicke Gelegenheit, verzettelte sich aber. Dann behielt jedoch Bobadilla bei seinem Kopfball die Ruhe und Übersicht. Durch Aduriz späte Treffer muss Augsburg im letzten Spiel gegen Belgrad das 1:3 aus dem Hinspiel drehen, um den direkten Vergleich zu gewinnen und doch noch die K.o.-Runde zu erreichen.

(sid)
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