1. Bundesliga 16/17
| 12.50 Uhr

Protest gegen Klubpolitik
Salzburg-Fans gehen wegen RB Leipzig auf die Barrikaden

Fans von RB Salzburg gehen wegen RB Leipzig auf die Barrikaden
Red-Bull-Mäzen Dietrich Mateschitz steht wegen seiner Vereinspolitik in der Kritik. FOTO: dpa, woi hpl sup gfh
Die Fans des österreichischen Meisters Red Bull Salzburg laufen Sturm gegen die eigenen Vereinbosse. Grund ist die Rolle des Klubs als Farmteam für den vom selben Sponsor finanzierten Bundesliga-Neuling RB Leipzig. Salzburg ist nur noch Ausbildungsverein für die Sachsen.

Nun verfassten Vertreter der Salzburger Fanszene einen offenen Brief an die Vereinsvertreter und an den mächtigen Sponsor, in dem sie beklagen nur noch eine "Lachnummer im Klubfußball" zu sein.

Ferner heißt es in dem Schreiben: "Wir sind diejenigen, die ,Regen und Wind, Sturm und Schnee' (Auszug aus einem unserer Gesänge) trotzen und unsere Mannschaft in guten und schlechten Zeiten unterstützen. Doch woran sollen wir noch glauben? Hinter wem sollen wir stehen? Eingespielte Mannschaften werden (fast schon ,traditionell') ständig zerrissen, was unsere Elf ständig an höheren sportlichen Erfolgen scheitern lässt."

In den letzten Jahren hat mehr als ein Dutzend Profis von RB Salzburg in Richtung Leipzig verlassen. In diesem Sommer haben die Sachsen neben dem Brasilianer Bernardo auch Mittelfeldspieler Naby Keita und Verteidiger Benno Schmitz aus der Mozartstadt verpflichtet.

Zuletzt hatte sich Martin Hinteregger ebenfalls über die Politik der beiden Klubs echauffiert. "Die Art und Weise, wie Leipzig Salzburg kaputt macht, ist nicht schön anzuschauen. Ich finde das schade, denn im Endeffekt sind es zwei verschiedene Vereine, aber es wird alles aus Leipzig regiert, aller nur zu Leipziger Gunsten. Salzburg wird komplett links liegen gelassen", kritisierte Hinteregger, der in der vergangenen Transferperiode von Salzburg zum FC Augsburg wechselte. Der ehemalige Mönchengladbacher rechnete auch mit Sportdirektor Ralf Rangnick ab. "Er lässt alles den Bach runtergehen. Es hätte nie so weit kommen dürfen, dass die Leipziger einfach das nehmen können, was sie brauchen. Jetzt ist es leider offiziell so", sagte Hinteregger.

(seeg/sid)
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