1. Bundesliga 17/18
| 18.47 Uhr

Wolfsburg will endlich nach Berlin
Aller guten Pokal-Dinge sind drei

Fotos: VfL Wolfsburg - SC Freiburg
Fotos: VfL Wolfsburg - SC Freiburg FOTO: afp, agz
Wolfsburg. Zweimal scheiterte der VfL Wolfsburg in den vergangenen beiden Jahren im Halbfinale des DFB-Pokals. Gegen den Außenseiter Bielefeld soll diesmal die Qualifikation für Berlin endlich gelingen.

Von Niederlagen im Pokal-Halbfinale hat Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking genug. Zweimal stand der VfL-Coach in den vergangenen beiden Jahren mit den Niedersachsen vor dem Einzug ins Endspiel - zweimal platzte der Traum. Bei Pokalschreck Arminia Bielefeld wollen die Wolfsburger die Serie endlich durchbrechen und sich für ihre starke Saison belohnen. "Ich bin zum dritten Mal mit dem VfL im Halbfinale. Der Wunsch ist groß, nach Berlin zu kommen", sagte Hecking vor dem Duell gegen den Drittliga-Spitzenreiter am Mittwoch (20.30 Uhr/Live-Ticker).

Zuletzt lief es aber nicht mehr so rund für den VfL. Aus im Viertelfinale der Europa League, in der Liga schmilzt der Vorsprung auf die Verfolger - der Pokal bietet den Wolfsburger die letzte Chance auf einen Titel. Und die will sich der Klub auf keinen Fall nehmen lassen.

Die Chancen stehen eindeutig besser als in den Vorjahren: Im Gegensatz zu den Niederlagen bei Bayern München (2013/1:6) und bei Borussia Dortmund (2014/0:2) geht das Hecking-Team als klarer Favorit ins Spiel. Auch wenn die Arminia bisher bereits drei Bundesligisten auf der heimischen Alm aus dem Wettbewerb befördert hat.

"Bielefeld mindestens Zweitliga-Mannschaft"

"Das zeigt auch, wie professionell dort gearbeitet wird. Die Unterschiede sind nicht mehr so groß. Bielefeld ist für mich mindestens eine Zweitliga-Mannschaft", sagte Manager Klaus Allofs. Und Außenverteidiger Ricardo Rodriguez ergänzte: "Sie haben drei Bundesligisten rausgeworfen. Wir müssen Vollgas spielen."

Das wollen auch die gar nicht mehr so scheuen Bielefelder. "Für dieses Finale reißen wir uns schon das ganze Jahr den Arsch auf. Jetzt können wir Historisches erreichen", sagte Torjäger Fabian Klos: "Wenn man im Halbfinale steht, will man ins Finale, alles andere wäre gelogen." Manuel Junglas, in den vergangenen beiden Runden gegen Werder Bremen (3:1) und Borussia Mönchengladbach (5:4 i.E.) insgesamt dreifacher Torschütze, erzählte: "Das ist das absolute Highlight in meinem Fußballer-Leben. Wir werden um unser Leben rennen. Das ist vielleicht die einzige Chance im Leben, mal nach Berlin zu fahren."

Wolfsburg kann aus dem Vollen schöpfen

Davon waren die Wolfsburger zuletzt etwas entfernt. Gegen den SSC Neapel war das Hecking-Team auf internationaler Bühne deutlich unterlegen, dazu musste die Mannschaft der Dreifach-Belastung Tribut zollen. Am Sonntag verlor der VfL beim direkten Verfolger Borussia Mönchengladbach, dennoch sollte die Champions-League-Qualifikation nicht mehr in Gefahr geraten. "Wir wollen wieder besser Fußball spielen. In Bielefeld müssen wir es anders machen", sagte Allofs.

Dafür soll auch wieder der zuletzt angeschlagene Mittelfeldstar Kevin de Bruyne sorgen. "Alle Spieler sind fit. Der Pokal heilt sozusagen alle Wunden", sagte Hecking. An Motivation mangelt es ohnehin nicht: "Die Mannschaft ist richtig heiß auf dieses Spiel und heiß auf Berlin", sagte der ehemalige Nationalspieler Marcel Schäfer: "Bei allem Respekt vor Arminia Bielefeld und ihren tollen Leistungen, aber wenn wir konzentriert zu Werke gehen, werden wir uns das nicht nehmen lassen."

(sid)
 
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