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Musik
Wallis Giunta - zu Gast bei "Oper ohne Grenzen"

Düsseldorf. 17 Sängerinnen und Sänger aus zwölf Nationen treffen sich heute in der Rheinoper, um mit dem Konzert "Oper ohne Grenzen" ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Aus Berlin, Dresden, Hamburg, Köln, Leipzig, Stuttgart, Wien und Zürich reisen die Gäste an, die ihre Wurzeln teils in anderen Ländern, auf anderen Kontinenten haben.

Beispielsweise in Kanada: Den ersten Auftritt des Abends hat die Mezzosopranistin Wallis Giunta aus Ottawa, die seit einigen Monaten zum Ensemble der Oper Leipzig gehört und dieses in Düsseldorf vertreten wird.

"Ich finde das Anliegen des Konzertes unglaublich wichtig", sagt die hübsche 30-Jährige: "Schließlich wächst die Welt immer enger zusammen; es treffen viele Menschen aufeinander, die sich früher nie begegnet wären." Da gelte es, offen und tolerant miteinander zu sein, einander zu akzeptieren, voneinander zu lernen. Der Musik, sagt sie, komme dabei eine entscheidende Rolle zu: "Musik ist eine universelle Sprache, die uns alle verbinden kann." Auch andere Bereiche der Kunst könnten Beiträge leisten.

Weltoffenheit ist für eine Opernsängerin ohnehin quasi Schlüsselqualifikation: Giunta ist wie viele in ihrer Branche weitgereist, hat Auftritte in Opernhäusern von New York bis Rom gehabt. Demnächst darf sie in Frankfurt in "Carmen" wieder mal mit dem amerikanischen Bariton John Brancy auf der Bühne stehen, mit dem sie übrigens seit dem vergangenen Jahr verheiratet ist. ("Diese Auftritte sind für mich wunderbar.") In der Landeshauptstadt ist Giunta ebenfalls ein gerngesehener Gast: Erst im März wurde sie bei der Gala für die Deutsche Aids-Stiftung vom Publikum gefeiert - für ihre wundervolle Stimme und einen Auftritt, bei dem auch sonst alles stimmte, vom charismatischen Lächeln bis zur eleganten Robe ("Das Kleid hat ein Freund aus Kanada für mich entworfen."). Und auch ihr hat jener Abend gefallen: "Das Düsseldorfer Opernhaus ist schön, und das Orchester war einfach klasse." Nicht zuletzt sagt der Kanadierin das freundliche Wesen der Rheinländer zu: "Ich wurde sehr warm aufgenommen, da komme ich gern wieder." Singen wird sie heute Abend ihre Lieblingsarie "Parto Parto" aus Wolfgang Amadeus Mozarts "La clemenza di Tito".

Weitere Gäste bei dem internationalen Konzert sind unter anderem Margarita Gritskova (Staatsoper Wien), Diana Haller (Stuttgart), Judita Nagyova (Frankfurt), Mauro Peter (Zürich), Levy Sekgapane (Dresden) und Wolfgang Schwaiger (Köln); aus dem Ensemble der Rheinoper sind etwa der Rumäne Bogdan Baciu und Corby Welch (USA) dabei. Tickets gibt's allerdings nicht mehr - angesichts des bewusst niedrig angesetzten Eintrittspreises waren die Ende der vergangenen Woche vergriffen.

(nic)
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