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Hamburger Sv
Bayers nächster Gegner im Check

Leverkusen. Das ist neu: Der Hamburger SV wechselte im Kader kräftig durch. Diesmal gingen vor allem Bankdrücker. Zoltan Stieber und Ivo Ilicevic waren oft verletzt und halfen selten, Ivica Olic und Jaroslav Drobny sind mit 36 Jahren schlichtweg zu alt. HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer investierte dagegen kräftig in den Angriff. Für Wunschspieler Filip Kostic bezahlte man rund 14 Millionen Euro. Eine stolze Summe, die ohne Mäzen Klaus-Michael Kühne wohl nicht möglich gewesen wäre. Kostic ist damit Hamburgs Rekord-Transfer - und nicht allein. Für Barcelonas Mittelfeld-Juwel Alen Halilovic

legte Beiersdorfer fünf Millionen auf den Tisch. Kurz vor Ladenschluss kam dann auch noch das brasilianische Olympia-Talent Douglas Santos an die Elbe. Eine erste Duftmarke hinterließ indes Bobby Wood, der vergleichsweise günstig von Union Berlin aus der 2. Liga kam. Wood schoss den HSV im ersten Saisonspiel in Front. Sonst ist alles wie gehabt: Schon nach dem Auftaktspiel gegen Ingolstadt hagelte es Kritik - nach einem 1:1.

Das Team und die Form: Die Mannschaft von Rettungs-Trainer Bruno Labbadia präsentiert sich insgesamt nicht schlecht. Wood glänzte auch in der Länderspielpause für die USA. Der zuletzt lädierte Ex-Leverkusener Innenverteidiger Emir Spahic traf sogar doppelt für Bosnien. Spielgestalter Aaron Hunt fand sich auf der ungewohnten Position im defensiven Mittelfeld gut zurecht. Und Torhüter René Adler legte nicht nur Woods Premierentor auf, sondern ist auch weiterhin in der Lage, wie zur besten Leverkusener Zeit, zu parieren. Der starke Schwede Albin Ekdal trainierte am Dienstag bereits wieder. Er dürfte neben Hunt den Staubsauger spielen. Labbadia dürfte wieder einem 4-2-3-1-System vertrauen. Das einzige dicke Fragezeichen ist im Sturm. Darf Wood weitermachen - oder läuft der wuchtige Pierre-Michel Lasogga auf? Auch der hat übrigens eine Leverkusener Geschichte.

Darauf muss Bayer achten: Egal ob Wood oder Lasogga: Die Stürmer aus dem Norden sind wuchtig, schnell und präzise. Gerade Lasogga ist auch nach 89 Minuten ohne nennenswerte Szene gut dafür, in der 90. Minute den Ball über die Linie zu stochern. Das könnte besonders für die Defensive zur nächsten Herausforderung werden: Denn Nicolai Müller und Kostic setzen besonders die defensiv nicht immer 100-prozentig sicheren Wendell und Tin Jedvaj unter Druck. Gut denkbar also, dass Roger Schmidt das erst gar nicht zulassen wird. Denn die Abwehr des HSV ist zwar dank Spahic durchaus kampferprobt. Doch mit einer Champions-League-tauglichen Angriffsreihe wie der der Werkself kann sie es in der Regel nicht aufnehmen. (Jim)

Quelle: RP
 
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