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Zehnfacher Nationalspieler
Vollands Hoffnung auf ein WM-Ticket

Fotos: Kevin Volland – von 1860 München über Hoffenheim zu Bayer 04
Fotos: Kevin Volland – von 1860 München über Hoffenheim zu Bayer 04 FOTO: Bayer 04 Leverkusen
Leverkusen. Vor knapp einem Jahr trug der Angreifer von Bayer 04 zuletzt das Trikot mit dem Adler auf der Brust. Der zehnfache Nationalspieler dürfte sich mit seinen jüngsten Leistungen wieder ins Blickfeld von Bundestrainer Joachim Löw spielen. Von Dorian Audersch und Sebastian Bergmann

Es läuft bei Kevin Volland. Sechs Tore hat der 25-Jährige bereits in dieser Saison erzielt - das sind genauso viele, wie in der gesamten vergangenen Spielzeit. Keine Frage: Die Formkurve des Rekordtransfers von Bayer 04 zeigt steil nach oben. Für 20 Millionen Euro war er zu Beginn der vergangenen Saison von Hoffenheim nach Leverkusen gewechselt. Timo Werner ist der einzige deutsche Stürmer mit einer vergleichbaren Ausbeute vor dem gegnerischen Tor. Jedoch konnte sich der Leipziger beim Gewinn des Confed-Cups in der Nationalmannschaft etablieren. Volland hingegen konnte das Geschehen in Russland nach einer verkorksten vergangenen Spielzeit nur vor dem Fernseher verfolgen.

Sollte er seine bisherigen Leistungen bis zum kommenden Sommer bestätigen, ist der WM-Zug sicherlich noch nicht abgefahren. Im DFB-Kader für die Freundschaftsspiele am Freitag (21 Uhr) gegen England sowie am Dienstag (20.45 Uhr) gegen Frankreich steht er im Gegensatz zu seinen Teamkollegen Bernd Leno und Julian Brandt nicht. Dass er in der WM-Saison immer besser in Fahrt kommt, dürfte Bundestrainer Joachim Löw wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Ob es dann für das große Turnier im kommenden Sommer reicht, bleibt indes abzuwarten.

"Ich mache meine Tore, bei uns in Leverkusen läuft es wieder ganz gut", sagt Volland - allerdings mit der Einschränkung, dass im bisherigen Saisonverlauf ein paar Punkte zu viel liegengeblieben seien. Kontakt zu Joachim Löw habe er derzeit nicht. Volland: "Zum Bundestrainer hat man grundsätzlich wenig Kontakt - auch als ich noch häufiger dabei war. Ich lüg' mir da auch nicht in die Tasche. Durch die WM, den Confed-Cup und die U 21 stehen fast 50 Spieler mit einer Top-Qualität zur Auswahl. Wenn die anderen es gut machen, muss man das einsehen und weiter an sich arbeiten."

Mit der Werkself wolle er bis zum Jahreswechsel ein Polster für die Rückrunde aufbauen. Sein Ziel für die Zeit nach der Länderspielpause: "Ich will hier weiter Gas geben." Das dürfte auch das beste Rezept sein, um sich wieder in den Fokus des DFB zu spielen. Zehn Einsätze und ein Treffer stehen bislang in seiner Länderspielstatistik.

Ungeachtet der kurzfristigen Absage von Benjamin Henrichs (Infekt der Atemwege) und Jonathan Tah (Rückenprellung) für die U 21, stehen Heiko Herrlich sechs weitere Nationalspieler in den kommenden Tagen nicht zur Verfügung. Für Admir Mehmedi (Schweiz) und Panagiotis Retsos (Griechenland) geht es um das Ticket für die WM in Russland. Die Schweiz tritt morgen (20.45 Uhr) auswärts gegen Nordirland an, das Rückspiel wird am Sonntag (18 Uhr) in Basel ausgetragen. Griechenland trifft in den WM-Play-offs auf Kroatien. Das Hinspiel findet morgen (20.45 Uhr) statt, das entscheidende Duell in Piräus am Sonntag (20.45 Uhr).

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Der Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft, Julian Baumgartlinger, wurde für ein Testspiel abbestellt: Er trifft mit seinem Heimatland am Dienstag auf Uruguay (20.45 Uhr). Joel Pohjanpalo ist ebenfalls auf Länderspielreise, da der 23-Jährige im Kader seiner Landesauswahl für das Testspiel gegen Estland morgen (18 Uhr) steht.

Neben dem halben Dutzend Profis, die unterwegs sind, stehen auch zwei A-Junioren von Bayer 04 vor einem Länderspiel: Sam Schreck und Atakan Akkaynak testen mit der deutschen U 19-Auswahl am Sonntag gegen Zypern (14.30 Uhr).

Quelle: RP
 
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