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Bloß keine Pokal-Blamage
Breitenreiter, Veh und Zorniger fürchten Fehlstart

Fotos: Breitenreiter leitet sein erstes Schalke-Training
Fotos: Breitenreiter leitet sein erstes Schalke-Training FOTO: ap
Gelsenkirchen. Angst hat Andre Breitenreiter vor seiner Pflichtspiel-Premiere als Schalke-Trainer nicht, eine gehörige Portion Respekt dagegen sehr wohl.

"Wir haben mit das schwerste Los bekommen, bei einem Zweitligisten und dazu in einem Derby. Wir sind also gewarnt", sagt der neue Knappen-Coach vor dem kleinen Revierderby am Samstag beim MSV Duisburg – und spricht damit wohl seinen Kollegen Armin Veh und Alexander Zorniger aus der Seele.

Denn egal ob Breitenreiter auf Schalke, Heimkehrer Veh bei Eintracht Frankfurt oder Hoffnungsträger Zorniger beim VfB Stuttgart: Eine Blamage zum Einstand kann am Samstag im DFB-Pokal keiner der drei neuen Erstliga-Trainer gebrauchen. Für den neuen Mainzer Trainer Kasper Hjulmand war der Erstrunden-K.o. im Vorjahr beim Chemnitzer FC schon gefühlt der Anfang vom vorzeitigen Ende. Zumindest auf dem Papier haben immerhin sowohl Veh beim Fünftligisten Bremer SV (15.30 Uhr/Live-Ticker) als auch Zorniger bei Drittligist Holstein Kiel (20.30 Uhr) eine deutlich leichtere Aufgabe als Schalke erwischt.

1. Runde: Statistik FOTO: ap

Bei dem häufig so lauten Klub aus dem Ruhrpott will Kumpel-Typ Breitenreiter nach dem Schalker Missverständnis mit Roberto Di Matteo vor allem für Ruhe sorgen. Ein Sieg gegen die Zebras (15.30 Uhr) käme da gerade recht. "Unser Ziel ist klar formuliert: Wir wollen in die zweite Runde einziehen", sagt der 41-Jährige vor der Neuauflage des Endspiels von 2011, das Schalke 5:0 gewann.

Breitenreiter, 1992 Pokalsieger mit Hannover 96, kennt die Vorzüge des Wettbewerbs. "Der DFB-Pokal ist der kürzeste Weg zu einem Titel. Mit wenigen Spielen kann man auf dem Rasthausbalkon stehen und einen Pokal hochhalten", sagt er. Sein Gegenüber Gino Lettieri hofft dennoch auf eine Überraschung. "Wir können richtig Gas geben und brauchen keine Angst haben", sagt der MSV-Coach nach dem verunglückten Saisonstart mit zwei Niederlagen und 1:6 Toren.

Welcher Trainer fliegt zuerst? FOTO: dpa

Bloß nicht verlieren will auch Neuling Zorniger, der beim letztjährigen Kellerkind Stuttgart eine neue Euphorie ausgelöst hat. Der Nachfolger von "Retter" Huub Stevens warnt dann auch vor den Störchen: "Kiel ist etwas anderes als Manchester City." Gegen den englischen Vizemeister hatte der VfB jüngst seine Generalprobe mit 4:2 gewonnen - aber eben nur in einem Test.

Und Veh? Mit dem neuen, alten Trainer verbinden die Eintracht-Fans noch immer den Europa-League-Rausch der Saison 2013/2014, ein Aus im Bremer Stadtteil Oberneuland würde solchen Träumen einen Dämpfer versetzen. So weit will der Trainer erst gar nicht denken. "Ich bin voll motiviert, das Feuer in mir brennt", sagt Veh, der zuletzt sieben Monate lang Kraft tanken konnte.

Bundesliga: Die Trainer-Typen in der Saison 2015/16 FOTO: dpa, gki hak nic

Heiß wird es derweil für die Topfavoriten - allerdings eher wegen der Temperaturen. Denn während im Norden das Wetter noch erträglich sein dürfte, wartet auf Meister Bayern München am Sonntag (16.00 Uhr) gegen Fünftligist FC Nöttingen in Karlsruhe eine Hitzeschlacht. Ähnliches erwartet Titelverteidiger VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr) bei den Stuttgarter Kickers und Borussia Dortmund (Sonntag, 14.30 Uhr) in Chemnitz.

Einen neuen Trainer hat auch der BVB, seine Premiere hat Thomas Tuchel in der Europa League-Qualifikation aber bereits mit Bravour bestanden. Eine Pokal-Blamage wäre aber dennoch auch für Tuchel das letzte, was er gebrauchen könnte.

(sid)
 
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