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Auf US-Flügen
Verbot von Elektronikgeräten tritt vorerst nicht in Kraft

Verbot von Elektronikgeräten tritt zunächst nicht in Kraft
Die US-Regierung wollte ursprünglich die Mitnahme von größeren Elektronikgeräten auf Flügen aus einigen Ländern in die USA verbieten (Symbolbild). FOTO: dpa
Washington. Keine Laptops, Tablets oder Kameras: Die US-Regierung will die Mitnahme einiger Elektrogeräte im Handgepäck bei Direktflügen in die USA beschränken. Betroffen sind davon acht Länder im Nahen Osten und Afrika. Doch die von dort fliegenden Airlines wurden noch nicht offiziell informiert.

Die US-Regierung will die Mitnahme von Laptops, Tablet-Computern, Kameras und anderen elektronischen Geräten im Handgepäck auf mehreren Flugrouten verbieten. US-Regierungsvertreter sagten, dass die Regelung am Dienstag in Kraft treten solle. Mehrere der betroffenen Airlines erklärten aber zunächst, dass sie keine konkrete Anweisung aus Washington erhalten hätten und nach wie vor Passagiere mit solchen Geräten an Bord ließen.

Das Verbot soll für Direktflüge in die USA gelten - und zwar aus Ägyptens Hauptstadt Kairo, Jordaniens Hauptstadt Amman, Kuwait-Stadt, der Stadt Casablanca in Marokko, Katars Hauptstadt Doha, Istanbul in der Türkei, Riad und Dschidda in Saudi-Arabien sowie Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Verbot gelte unbefristet, sagte der Regierungsvertreter. Einen konkreten Grund dafür wollte er nicht nennen.

Das Verbot wurde durch eine Meldung der saudischen Nachrichtenagentur Mena und eine Erklärung der Fluggesellschaft Royal Jordanian bekannt. Die US-Regierungsvertreter bestätigten es.

Doch am Dienstag war es zunächst nicht in Kraft. Von Royal Jordanian hieß es, man warte noch auf eine formelle Anweisung aus Washington, die möglicherweise noch im Laufe des Dienstags kommen könne. Auf dem Dienstagsflug von Amman nach New York hätten Passagiere noch ihre Geräte mit in die Kabine nehmen dürfen, sagte ein Sprecher. Auch EgyptAir, Emirates und Etihad aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erklärten, bei ihnen seien noch keine neuen Regelungen in Kraft.

Weder das Heimatschutzministerium noch das Verkehrsministerium in Washington wollten das Verbot kommentieren. Aus Regierungskreisen verlautete, dass seit mehreren Wochen über eine solche Maßnahme diskutiert werde. Heimatschutzminister John Kelly habe am Wochenende Kongressabgeordnete telefonisch über die Gründe dafür informiert.

Das Verbot der elektronischen Geräte tritt nur einen Tag vor einem Treffen der von den USA angeführten Koalition im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Washington in Kraft. Zu diesem sollten auch hochrangige Regierungsvertreter aus arabischen Ländern anreisen. Es war zunächst nicht klar, ob es im Zusammenhang mit der Konferenz neue Hinweise auf mögliche Anschläge gab.

(ap)
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