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Borussia Mönchengladbach
Kreis der möglichen Play-off-Gegner umfasst 30 Vereine

Wissenswertes über die Play-offs zur Champions League
Wissenswertes über die Play-offs zur Champions League
Mönchengladbach. Borussias Fans dürfen zum vierten Mal innerhalb weniger Jahre die Europa-Landkarte auspacken: Ab jetzt wird nicht mehr nur auf die Bundesliga geguckt, sondern auf Vereine von Porto bis Rostow, die sich quer über den Kontinent verteilen. Von Jannik Sorgatz

Zu 99,99 Prozent wird die Borussia die Saison als Vierter beenden. Diese Wahrscheinlichkeit auf 100 aufzurunden, ist nicht besonders mutig. Wenn keine Wunder passieren, die in die Bundesliga-Geschichte eingehen würden, stehen am 16./17. und 23./24. August die Play-offs zur Champions League auf dem Programm. Das Prozedere ist bekannt aus dem Jahr 2012, wie damals lässt sich der Kreis der möglichen Gegner bereits einschränken. Ganz theoretisch stehen jedoch noch 30 Teams auf der Liste. 

Geografisch reicht das Spektrum von Porto am Westzipfel Europas bis nach Rostow am Don, auch als "Tor zum Kaukasus" bezeichnet. Sportlich ist das englische Kandidaten-Trio um den FC Arsenal, Manchester United und Manchester City am härtesten, Mlada Boleslav aus Tschechien klingt – bei allem Respekt – mehr nach Europa-League-Qualifikation. Für die Fans ist damit noch offen, ob sie sich um ein Visum für Russland bemühen müssen oder entspannt mit dem Auto nach Amsterdam oder Brüssel fahren können. Endgültig wird das zehnköpfige Teilnehmerfeld der Play-offs erst am Abend des 3. August feststehen, ausgelost wird dann am 5. August.

Wer die Gegnerfrage stellt, muss auch die Koeffizientenfrage stellen. Das Aufbaustudium Uefa-Arithmetik aus dem vergangenen Sommer macht sich diesmal wieder bezahlt. Fest steht, dass die Borussia die Saison 2015/16 in der Europa-Tabelle auf dem 49. Platz mit 42,035 Punkten abschließt. Dass Hannover 96 den gleichen Koeffizienten hat, ist hier nur ein Fun Fact. 

Die Schubert-Tabelle FOTO: afp, oa-iw

Die Play-offs zur Champions League kommen völlig ohne meisterliche Beteiligung aus. Zehn Mannschaften ermitteln auf dem sogenannten Platzierungsweg fünf Teilnehmer an der Gruppenphase, erst dann wird es meisterlich. Sicher dabei in den Play-offs sind der Vierte aus England (Arsenal, City oder United), Spanien (FC Villarreal), Deutschland (Borussia), Italien (sehr wahrscheinlich der AS Rom, vielleicht noch der SSC Neapel) und Portugal (FC Porto). Die anderen fünf Teams werden in einer vorgelagerte Qualifikationsrunde ausgespielt. Frankreich, Russland, die Ukraine, die Niederlande, die Schweiz, die Türkei, Tschechien, Belgien, Griechenland und Rumänien sind dabei.

Alles läuft auf die eine Frage hinaus: Wie wahrscheinlich ist es, dass die Borussia in den Play-offs zum Kreis der fünf gesetzten Teams gehört? Wer auf konkrete Zahlen hofft, muss enttäuscht werden. 30 Prozent sind eine vorsichtige Schätzung, 20 Prozent realistischer und zehn Prozent auf keinen Fall hanebüchen. Auf jeden Fall sollten sich Verein und Fans darauf einstellen, dass es Porto, Villarreal, ein englisches Team, Schachtjor Donezk, der RSC Anderlecht, Ajax Amsterdam und je nach Verlauf des Meiterschaftsrennens in Russland ZSKA Moskau oder Zenit St. Petersburg werden. Selbst in diesem Feld schwankt der Attraktivitätsfaktor noch gehörig.

Unterm Strich bleibt die gute Nachricht, dass die Borussia und ihre Fans innerhalb weniger Jahre zum vierten Mal die Europakarten auspacken dürfen.

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