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Gomez-Transfer nach Wolfsburg kurz vor dem Abschluss?

Porträt: Das ist Mario Gomez
Porträt: Das ist Mario Gomez FOTO: afp
Wolfsburg. Nationalspieler Mario Gomez wagt den Sprung zurück in die Fußball-Bundesliga. Laut Medienberichten vom Mittwoch steht der 31-Jährige unmittelbar vor einem Wechsel zum VfL Wolfsburg.

Nach Informationen von "kicker.de" soll der Meister von 2009 eine Ablöse von sieben Millionen Euro für den dreimaligen deutschen Meister bezahlen. 

VfL-Sportchef Klaus Allofs war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen, der Club wollte die Berichte nicht kommentieren. Allerdings gab es seit längerem Berichte über das starke Interesse der Wolfsburger, die mehrere Transferperioden vergeblich auf der Suche nach einem Top-Stürmer waren. "Wir suchen einen guten Stürmer", hatte Allofs noch im Juli zum Trainingsauftakt des VfL gesagt und konkret auf Gomez angesprochen geantwortet: "Ich darf keinen Wunschzettel abgeben. Wir prüfen einige Optionen."

In der Türkei hatte der frühere Profi des VfB Stuttgart und von Bayern München zuletzt wieder zu alter Form zurück gefunden. Gomez war 2013 wegen der fehlenden Perspektive unter dem damals neuen Bayern-Coach Pep Guardiola nach Florenz gewechselt. Auch aufgrund von Verletzungen lief es in der Serie A aber nicht gut für den Torjäger, der dann 2015 an Besiktas Istanbul ausgeliehen wurde.

Mit 26 Toren schoss Gomez Besiktas in der Türkei zum Meistertitel und sich zurück in die Nationalmannschaft. Bei der Europameisterschaft in Frankreich gehörte Gomez wieder zum Stammpersonal, schoss in vier Spielen zwei Toren und zog damit als deutscher EM-Rekordtorschütze mit Jürgen Klinsmann gleich. Wegen der politisch instabilen Lage in der Türkei nach dem gescheiterten Putschversuch wollte Gomez im Sommer nicht nach Istanbul zurückkehren. Florenz, wo der Stürmer noch einen Vertrag bis 2017 hatte, wollte Gomez indes nicht zurück.

Transfer mit Signalwirkung

Die Verpflichtung von Gomez ist für den VfL ein wichtiges Signal auf dem angestrebten Weg zurück an die nationale Spitze. Zuletzt war der VW-Club vor allem mit dem Abgang von Leistungsträgern aufgefallen. Naldo war überraschend zum FC Schalke und André Schürrle zu Borussia Dortmund gewechselt. Auch Max Kruse hatte den Verein in Richtung Werder Bremen verlassen. Zudem gab es immer wieder Berichte über die bevorstehenden Abgänge von Dante, Luiz Gustavo oder Ricardo Rodriguez. Nationalspieler Julian Draxler, der unbedingt den VfL nach nur einem Jahr wieder verlassen wollte, hatte ein Wechselverbot von Allofs und Trainer Hecking bekommen.

Gomez soll nicht der einzige Stürmer sein, der auf dem Sprung nach Wolfsburg ist. Beim angestrebten Wechsel des italienischen Nationalspielers Simone Zaza steht offenbar nur noch die Einigung mit Juventus Turin aus. Zwischen dem 25 Jahre alten Angreifer und dem VfL scheint inzwischen alles klar. "Wir haben uns sehr gut ausgetauscht. Ich habe von dem Jungen ein gutes Bild bekommen. In dem Gespräch hat er sehr deutlich vermittelt, dass er gerne nach Wolfsburg wechseln würde, weil er es als Chance sieht, sich im deutschen Fußball zu zeigen", sagte Wolfsburgs Coach Dieter Hecking nach mehreren Medienberichten vom Mittwoch.

(sid)
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