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Stau-Gefahr in Deutschland und NRW
Auf diesen Straßen droht Weihnachten der Verkehrskollaps

Stau zu Weihnachten 2017: Auf folgenden Autobahnen droht der Verkehrskollaps
Den Stauhöhepunkt erwarten Experten am 22. Dezember. FOTO: dpa, sup fgj
Düsseldorf. Am Freitag erfasst die Weihnachtsreisewelle Deutschland mit voller Wucht. An diesem Tag beginnen in allen Bundesländern die Weihnachtsferien. Experten befürchten: Die Straßen geraten vor allem in den Nachmittagsstunden an ihre Kapazitätsgrenzen. Von Christoph Schroeter

Staus und Behinderungen erwartet der ADAC dann in fast alle Richtungen. Noch dramatischer sehen es die Experten vom Automobil Club Europa (ACE): Sie befürchten, dieses Wochenende hätte gar das Potenzial, in der Staubilanz 2017 den ersten Platz zu erklimmen. 

Die Straßen.NRW-Verkehrszentrale rechnet in ihrer Prognose für Freitag mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zwischen 13 und 19 Uhr. Betroffen sei demnach der gesamte Kölner Ring (A1, A3 und A4) sowie die A3 im Abschnitt Oberhausen bis Leverkusen in beiden Richtungen.

Eng werde es auch auf den Autobahnen in die Mittelgebirge, wie der A4, der A44 und der A46. Diese Routen würden gern von Wintersportlern und Ausflüglern genutzt - besonders wenn die entsprechenden Witterungsverhältnisse vorliegen.

Top Ten der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands FOTO: dpa, mbk pil

Laut Straßen.NRW muss zudem auf folgenden Strecken mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden:

  • Auf der A1 muss die Brücke Volmarstein ersetzt werden. In Richtung Köln stehen nur zwei Fahrsreifen zur Verfügung.
  • Auf der A2 stehen aufgrund eines Brückenschadens zwischen dem Autobahnkreuz Kamen und der Anschlussstelle Bergkamen in Fahrtrichtung Oberhausen nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung.
  • Auf der A43 im Raum Bochum - Recklinghausen ist mit Behinderungen und einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen.
  • Im Bereich des Autobahnkreuzes Düsseldorf-Süd kann es auf der A46 in Fahrtrichtung Neuss zu Behinderungen kommen.

Der ACE hat für die Zeit von diesem Freitag bis zum Freitag kommender Woche folgende Tagesprognosen erstellt:

  • Freitag, 22.12.: Sehr hohes Verkehrsaufkommen auf allen Fernstraßen und extreme Verkehrsdichte rund um die Ballungsräume und die Innenstädte.
  • Samstag, 23.12.: Sehr hohes Verkehrsaufkommen auf den Reiserouten Richtung Wintersportgebiete und Mittelgebirge. Den Innenstädten droht der Verkehrsinfarkt, Ballungsraumstraßen sind verstopft. Grund: Es folgen drei Tage ohne Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem ist Anreisetag in den Urlaubsunterkünften.
  • Sonntag, 24.12., Heiligabend: ein eher ruhiger Tag auf den Straßen. Fehlender Lkw-Verkehr, wenige Einkaufsmöglichkeiten (Ausnahmeregelungen zur Öffnung von Geschäften von 9 Uhr bis 14 Uhr werden kaum genutzt) und wenige Urlaubsreisende. Am Vormittag höhere Verkehrsdichte auf Fernstraßen und rund um die Ballungsräume, am Nachmittag jedoch sind keine Verkehrsstörungen mehr zu erwarten.
  • Montag, 25.12. und Dienstag, 26.12., Weihanchtsfeiertage: Allgemein eher ruhiges Verkehrsgeschehen. Am Dienstag in den Nachmittagsstunden höheres Verkehrsaufkommen durch Rückreiseverkehr.
  • Mittwoch, 27.12., und Donnerstag, 28.12.: Auf den Fernstraßen kaum Störungen im Verkehrsfluss. Auf den Ballungsraumstraßen und in den Innenstädten sehr hohe Verkehrsdichte. Parkplatznot herrscht bereits ab den Vormittagsstunden. 
  • Freitag, 29.12.: Auf den Fernstraßen und rund um die Ballungsräume starker Reiseverkehr. Auch in den Innenstädten sehr hohe Verkehrsdichte.
Ranking: Was deutsche Autofahrer am meisten ärgert FOTO: dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Die Verkehrsexperten des ADAC rechnen für das verlängerte Wochenende vom 22. bis zum 26. Dezember besonders auf folgenden Strecken mit Staus (gilt jeweils in beide Richtungen):

  • Großräume Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt und München
  • A1 Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg
  • A2 Dortmund – Hannover – Braunschweig – Berlin
  • A3 Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau
  • A4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden
  • A5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel
  • A6 Metz/Saarbrücken – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 München – Nürnberg – Berlin
  • A10 Berliner Ring
  • A24 Hamburg – Berlin
  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A81 Stuttgart – Singen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95 / B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A96 München – Lindau
  • A99 Umfahrung München
Neun kuriose Gründe für Staus FOTO: dpa, Jürgen Mahnke

Weil Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen die Geschäfte geschlossen sind, rechnet Straßen.NRW besonders am Samstag (23.12.) tagsüber auf den NRW-Autobahnen in den Ballungsräumen (Köln-Bonner Raum, Düsseldorf und Ruhrgebiet) mit Stau.

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Bei Schrittgeschwindigkeit oder im Falle eines Staus auf Autobahnen sowie auf Straßen außerorts mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung müssen Verkehrsteilnehmer eine Rettungsgasse bilden. Dabei gilt: Links nach links, der Rest nach rechts, der Seitenstreifen darf nicht genutzt werden. Weitere Tipps zur Rettungsgasse finden Sie hier.

 
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