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Haan
Asyl: Haan hat sein Soll erfüllt

Haan. 457 Flüchtlinge sind derzeit in den Unterkünften der Stadt Haan und angemieteten Wohnungen untergebracht. Am 25. Oktober berät der Sozial- und Integrationsausschuss über die aktuelle Lage. Von Ralf Geraedts

Im September hat die Bezirksregierung Arnsberg der Stadt Haan 97 Flüchtlinge zugewiesen. Ende Juni hatte die Behörde der Stadt mitgeteilt, sie habe die Aufnahmequote nur zu 77 Prozent erfüllt und müsse deshalb mit rund 100 Flüchtlingen rechnen. "Man kann aber nicht die Quote auf Basis früherer Zahlen hochrechnen", stellte Udo Thal, Leiter des Amtes für Jugend und Soziales, im Gespräch mit der RP fest. Für die Sitzung des Ausschusses für Soziales und Integration am Dienstag, 25. Oktober, hat Thal viele Zahlen zur Flüchtlings-Unterbringung in der Gartenstadt zusammengestellt.

Anfang vorigen Monats lebten 292 Personen in Wohnunterkünften und 104 in angemieteten Wohnungen. Die 97 Neuankömmlinge wurden überwiegend in den Quartieren an der Düsselberger Straße und an der Kaiserstraße untergebracht. Anfang Oktober wohnten 356 Personen in Unterkünften und 101 in Privatquartieren. 36 Personen reisten im September freiwillig aus; wenige wurden ausgewiesen.

Unter den Flüchtlingen sind 70 Familien mit zusammen 271 Personen. Die größte Familie umfasst elf Mitglieder. Es gibt 145 Einzelpersonen. 135 Flüchtlinge sind minderjährig - 55 zwischen 0 und 6 Jahren, 61 zwischen 7 und 14 Jahren, 19 zwischen 15 und 18 Jahren. Die 26 bis 35-Jährigen stellten mit 109 Personen die größte Altersgruppe, gefolgt von den 36- bis 45-Jährigen (61 Personen).

Die einzelnen Unterkünfte sind wie folgt belegt: Deller Straße 90/90b 11 Personen, 105 Personen wohnen an der Düsselberger Straße 15, 30 an der der Düsseldorfer Straße 141a. 26 Menschen leben an der Dieker Straße 49, 60 in den Wohncontainern Ellscheid 9/9b und 124 in der früheren Landesfinanzschule an der Kaiserstraße. Die im vorigen Jahr am Neandertalweg erneuerte Unterkunft steht weiterhin leer. Erst sollten dort die unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge untergebracht werden. Für diese Gruppe ist aber ein anderes Quartier gefunden worden. Nach Informationen der RP will die Verwaltungsspitze die 50 Zimmer als Reserve vorhalten.

Auch zum Status der in Haan untergebrachten Menschen macht der Verwaltungsbericht für den Sozialausschuss Aussagen: 305 gelten als Asylbewerber, 32 haben einen Folgeantrag gestellt, sechs haben eine Aufenthaltserlaubnis und 73 Personen werden nach dem Aufenthaltsgesetz geduldet.

Die Flüchtlinge stammen aus 31 Ländern; bei 11 ist die Herkunft ungeklärt. Syrer stellen mit 84 Personen die stärkste Gruppe. Auf den Plätzen: Albanien (39), Afghanistan (37), Mazedonien (35), Irak (31), Serbien (19) Marokko (15), Ghana und Türkei (je 14), Nigeria (12), Tadschikistan (11), Iran (9), Libanon (8), Guinea und Somalia (je 7), Aserbaidschan, Eritrea, Indien, Pakistan, Russische Föderation (je 6), Ägypten, Algerien, Georgien und Mongolei (je 5).

Quelle: RP
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