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Champions League
Brych und Steinhaus pfeifen Endspiele

Schiedsrichterin Steinhaus bereitet Fürths 1:1 vor
Schiedsrichterin Steinhaus bereitet Fürths 1:1 vor FOTO: Screenshot Sky
Frankfurt/Main. Das Finale der Champions League findet auch ohne Bayern München und Co. mit deutscher Beteiligung statt. Schiedsrichter Felix Brych (München) wurde von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) am Freitag mit der Leitung des Spiels zwischen Titelverteidiger Real Madrid und dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin beauftragt. Für Brych ist die Partie am 3. Juni in Cardiff/Wales bereits das zweite Endspiel auf europäischer Bühne.

Im Mai 2014 hatte der 41-Jährige, der in der Bundesliga durch das "Phantomtor von Sinsheim" in die Geschichtsbücher einging, in der Europa League das Finale zwischen Benfica Lissabon und dem FC Sevilla gepfiffen. Seit 2007 leitet Brych internationale Spiele, dabei war er bei der WM 2014 in Brasilien, bei der EM 2016 in Frankreich und bei den Olympischen Spielen 2012 in London im Einsatz.

Brych, der am vergangenen Wochenende wegen seiner Leistung im Bundesliga-Duell zwischen Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim scharf kritisiert worden war, ist ab dem 20. Mai zudem der einzige deutsche Unparteiische, der bei der U20-WM in Südkorea zum Einsatz kommen wird.

In Cardiff assistieren dem dreimaligen DFB-Referee des Jahres dann, genau wie in Südkorea, seine Linienrichter Mark Borsch und Stefan Lupp. Während der Serbe Milorad Mazic als Vierter Offizieller fungiert, kommen die Torrichter Bastian Dankert (Rostock) und Marco Fritz (Korb) ebenfalls aus Deutschland.

Vor allem Juventus hat gute Erinnerungen an Brych. Eines der fünf Champions-League-Spiele, die der Deutsche in dieser Saison geleitet hatte, war das Achtelfinal-Hinspiel der Turiner beim FC Porto. Dieses gewann die Mannschaft um Starkeeper Gianluigi Buffon mit 2:0.

Auch das Endspiel in der europäischen Königsklasse der Frauen, das am 1. Juni ebenfalls in Cardiff zwischen Olympique Lyon und Paris St. Germain ausgetragen wird, steht mit Bibiana Steinhaus (Langenhagen) als Schiedsrichterin unter deutscher Leitung. Die Polizistin pfeift seit zehn Jahren in der 2. Bundesliga auch Spiele der Männer, seither wird über einen Aufstieg in die Bundesliga spekuliert.

(dpa)
 
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